Hat es die alte Störchin geschafft?

Das Schulenburger Nest ist unter Störchen beliebt. (Foto: W. Bischoff)

Ankunft auf dem Nest in Schulenburg

Schulenburg (gg). „Ein Storch in Schulenburg“. Diese Nachricht meldete Werner Bischoff dem ECHO am vergangenen Mittwoch. „Mindestens drei Wochen früher als in den Vorjahren sind die Störche aus ihren Winterquartieren in Spanien nach Norddeutschland zurückgekehrt“, bestätigt Reinhard Löhmer, Naturschutzbeauftragter für die Weißstorchbetreuung in der Region Hannover, im Gespräch mit dem ECHO. Bereits Anfang Februar seien erste Ankömmlinge beispielsweise in Auhagen gesehen worden. Löhmer vermutet, dass die Warmfront-Wetterlage mit der vorherrschenden Südwest-Strömung den Störchen viel Rückenwind gegeben und dadurch für einen Geschwindigkeitsrekord gesorgt hat.
An dem Betriebsgebäude der ehemaligen Tischlerei von Werner Bischoff steht ein prächtiges Nest auf einer aufwendigen Konstruktion, die er vor gut zehn Jahren für die Störche errichtet hat. Die hatten nämlich zuvor den Schornstein daneben in Besitz genommen. Nach einigen Umbauarbeiten und Verbesserungen seitens der Handwerkskunst von Werner Bischoff mit einem zusätzlichen Landeplatz und seitens der Störche, die das Baumaterial für das Nest umschichteten, gelang der Umzug. Sogar die Farbe des Anstrichs war dabei offensichtlich wichtig für die Störche. Werner Bischoff kümmerte sich auch darum, scheute keine Mühe und strich von Weiß auf Braun um. Dank seiner Arbeit gelingt den Störchen in jedem Jahr ohne Unterbrechung die Aufzucht der Küken. In unmittelbarer Nähe ist die Freifläche Krummer Kamp, für die die Stadtverwaltung die weitere Bebauung plant.
Reinhard Löhmer wird die Besetzung des Nestes beobachten. „In den ersten Tagen nach der Ankunft gibt es immer noch Wechsel. Im letzten Jahr wollte eine alte Störchin das Nest in Schulenburg haben, konnte sich aber gegen ein jüngeres Paar nicht durchsetzen und ist dann nach Isernhagen KB umgezogen“, sagt er.