Hat sich teueres Gutachten gelohnt?

Langenhagen (ok). Es wird im Rathaus ein großes Geheimnis draus gemacht; das Gutachten, das die Stadt Langenhagen bei den Wirtschaftsprüfern von Rödl & Partner in Auftrag gegeben hat, wird fast so gut behütet wie die Kronjuwelen der englischen Königin. Nur: Ist es auch so wertvoll für die Kommune? Dem ECHO liegt das Papier vor, und der ganz große Wurf ist dort nicht zu erkennen, dafür viele kleine Positionen, an denen auch intern am Marktplatz gespart werden, der „Personaleinsatz optimiert“ werden soll.
Ein Beispiel ist der Vorschlag, weitgehend auf Arbeitsplatzdrucker zu verzichten. Die Einsparung wird für 2014 und die Folgejahre mit jeweils 54.700 Euro angegeben. "Das ist Quatsch" ließ Bürgermeister Friedhelm Fischer dazu unlängst im Pressegespräch wissen, denn das sei eine rein rechnerische Möglichkeit, die praktische Umsetzung sei (schon aufgrund der Raumnot) ausgeschlossen.
Eine Effizienzsteigerung soll nach Auffassung der Wirtschaftsprüfer auch durch den „weitgehendenVerzicht auf Überstunden“ erreicht werden; Ersparnis: 26.700 Euro.
Auf dem Prüfstand stehen in dem Papier auch die Verwaltungsstellen, eine Schließung wird empfohlen. Gesparte Gesamtsumme: 84.000 Euro. Lediglich 4.000 Euro würde eine Erhöhung der Sondernutzungsgebühren um etwa 15 Prozent ausmachen. Sondernutzungen sind „nach dem Gebührentarif insbesonde das Aufstellen von Tresen, Tischen und Sitzgelegenheiten zu gewerblichen Zwecken, Imbissständen, Verkaufsautomaten und Werbeanlagen“.
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