Heftiger Protest im Sozialausschuss

Stadtverwaltung soll Grundstücksverkauf stoppen

Langenhagen (gg). Heftigen Protest gab es in der jüngsten Sitzung des Sozialausschusses zum geplanten Verkauf eines städtischen Grundstücks am Straßburger Platz, denn die Stadtverwaltung will dort einen weiteren Pflegedienst etablieren: Aleksandr Feofanov, geschäftsführender Gesellschafter der Medizin Mobil GmbH, stellte den Ausschussmitgliedern seine entsprechenden Pläne vor. Demnach will er den Firmensitz von Hannover nach Langenhagen verlegen und bis zu einhundert Pflegeplätze einrichten. Zudem stellte er Ein-Zimmer-Apartments und ambulante Pflegedienste in Aussicht.
Gegenrede formulierte Christa Röder, Vorsitzende des Seniorenbeirates: „Wir haben bereits vor 13 Jahren gegen ein weiteres Heim in Langenhagen gekämpft. Ich verstehe nicht, dass wir jetzt mit solchen Plänen überrascht werden. In der Kernstadt gibt es bereits eine Überversorgung. Ich kann mir vorstellen, dass in Engelbostel und Schulenburg ein Pflegedienst noch nötig wäre.“ Die bestehende Überversorgung in Bezug auf Pflegeplätze bestätigte Gregor Brill, Leiter des Seniorenheims Bachstraße, der als Sprecher für die insgesamt fünf Pflegeheime in Langenhagen (Altenzentrum Anna-Schaumann, Senioren-Domizil Haus Eichenhof, Senioren- und Pflegeeinrichtung Margeritenhof, AWO City Park Residenz) die Stadtverwaltung aufforderte, von den Plänen Abstand zu nehmen. Fraktionsübergreifend schlossen sich Elke Zach (SPD), Gesine Saft (CDU) und Werner Knabe (BBL) an. Weiteres wurde im nicht öffentlichen Teil der Sitzung beraten.