Hegering pachtet Ausgleichsflächen

Michael Hesse (von links), Hermann Wilmes, Mike Scheer und Mario Honkomp bei der Präsentation der Flächen auf der Karte. (Foto: G. Gosewisch)

Flughafenbetrieb setzt neben NABU auf Kooperation

Langenhagen (gg). Zwischen Nordbahn und Resser Straße verfügt der Flughafenbetrieb über Ausgleichsflächen – zwei, die der Verlängerung der Nordbahn, und eine, die dem Bebauungsplan 712 (Logistik TNT) zugeordnet sind. Michael Hesse, Bereichsleiter Immobilien der Flughafen GmbH, gab nun den Abschluss eines Flächenpflegevertrages mit dem Hegering Langenhagen bekannt. Nachdem er im vergangenen Jahr eine Vereinbarung mit dem NABU-Langenhagen für die Pflege der Teiche auf diesen Flächen getroffen hatte, soll nun der Hegering für eine ökologische Flächenpflege mittels extensiver Bewirtschaftung sorgen. „Das ist eine einmalige Chance, die der Hegering gerne nutzt“, sagte Langenhagens Hegering-Leiter Mike Scheer bei der Präsentation. Hermann Wilms, Naturschutzbeauftragter im Hegering erklärte die Situation: „Diese Flächen liegen in den Jagdbezirken, sodass der Hegering vor Ort ist.“ Scheer betonte, dass die Jagd als nur ein Bestandteil im Spektrum der Aufgaben des Hegerings zu sehen sei: „Der Erhalt der Biodiversität, der Erhalt der Artenvielfalt, ist die Hauptaufgabe.“ Der Pachtvertrag für die 11,5 Hektar großen Flächen ist unentgeltlich geregelt. Der Hegering arbeitet die Vorgaben der unteren Naturschutzbehörde ab und führt auch ein Monitoring durch. Für die Unterstützung der Arbeit des Hegerings hat der Flughafenbetrieb bereits hochwertige Wildwarnreflektoren für mehr Verkehrssicherheit an der Resser Straße gespendet. Rund eintausend Hektar groß ist das Gelände des Flughafenbetriebs insgesamt, 650 Hektar davon liegen im Sicherheitsbereich. Gut 300 Hektar sind Acker- und Grünland sowie ökologische Ausgleichsflächen. Mario Honkomp, Abteilungsleiter Flächenentwicklung im Flughafenbetrieb, erklärt: „Der größte Teil der Ausgleichsflächen liegt mit rund 200 Hektar in Engelbostel.“