Heiße Duelle und winterliche Spaziergänge

Auf dem Eis ging es ziemlich rasant zu.Foto: D. Thiele

10.000 feiern Eisparty auf dem Silbersee

Langenhagen (dt). „Weg da, jetzt komme ich“, ruft Lasse und schlittert über das Eis. Dass er dabei das Gleichgewicht verliert und die letzten Meter auf dem Bauch rutscht, stört ihn nicht. „Nochmal!“, lacht der Siebenjährige und nimmt Anlauf. Auch seine Eltern freuen sich: „Endlich ist der See freigegeben!“ Und das hatten auch viele andere gedacht, denn bei Sonnenschein und Temperaturen um den Gefrierpunkt haben rund 10.000 Langenhagenerinnen und Langenhagener am Wochenende die große Eisparty auf dem Silbersee besucht. Zum zweiten Mal nach 2009 hatten die DLRG Langenhagen und das Musikcorps Langenforth mit zahlreichen ehrenamtlichen Organisationen und unzähligen Helfern die Eisparty unter dem Motto „Langenhagen On Ice 2012“ organisiert. Egal, ob auf Schlittschuhen, mit dem Schlitten oder ganz entspannt beim Spaziergang über die Eisfläche – die Party war ein großer Erfolg für die ganze Familie. Dick eingepackt mit Schneeanzug, Handschuhen und Helm versuchten viele Kinder ihre ersten Schritte mit Schlittschuhen auf dem glatten Boden. Klar, dass da auch so manche Tränen vergossen wurden, schließlich ist aller Anfang schwer, aber der Riesenspaß überwog letztlich auch bei den Kleinsten. „So ein Schneeanzug ist ja auch ein dickes Polster, wenn man hinfällt“, grinste ein Vater, während er seiner Tochter erneut auf die Beine half. Andere hatten extra Schneeschaufeln mitgebracht, um sich damit eine glatte Rutschbahn freizuschieben. Die ganz Sportlichen lieferten sich – angefeuert von den Zuschauern – heiße Eishockeyduelle. Viele Besucherinnen und Besucher genossen aber einfach auch nur die seltene Gelegenheit, einen winterlichen Spaziergang über den See machen zu können. Zum Aufwärmen gab es heiße Getränke, Erbsensuppe und Gegrilltes.
Für die DLRG gab es stattdessen wenig zu tun. Es sei bei blauen Flecken und Schnittverletzungen geblieben, denn kein Schlittschuhläufer hätte sich ernsthaft verletzt, berichte Frank Berkemann. Auch an die Tiere hatte man im Vorfeld gedacht. Die Wasservögel konnten im abgesperrten Bereich weiterhin im Wasser plantschen und den Trubel um sich herum beobachten.