Heißer Dampf dringt in die Wurzeln

Mit heißem Dampf arbeiten Mitarbeiter des städtischen Betriebshofes bei der Unkrautentfernung an Straßenkanten, hier am Schulzentrum. (Foto: G. Gosewisch)

Stadtverwaltung reinigt Straßenränder

Langenhagen (gg). Wenn es richtig sommerlich heiß auf den Straßen wird, heizen die Mitarbeiter des städtischen Betriebshofes noch zusätzlich ein. Gemeint ist das Unkraut-Bedampfen, das in den vergangenen Wochen auf den Straßen zu beobachten war. 130 Grad heißer Dampf wird genutzt, um Unkraut in Bordsteinfugen abzutöten. Drei Kilometer pro Stunde können bearbeitet werden. Verbraucht werden dann 20 Liter Wasser pro Minute. An Ecken, wo Handarbeit nötig ist, geht es natürlich langsamer. „Aber es bringt was“, erklärt Thorsten Brockmann, Leiter des Betriebsdienstes. Bei der Präsentation der Methode auf dem Schulhof-Parkplatz an der Konrad-Adenauer-Straße nutzte Bürgermeister Mirko Heuer die Gelegenheit, kam aus dem gegenüberliegenden Rathaus dazu und schaute sich die Methode mit Begeisterung an. Der technische Aufsatz, der den Heißdampf bereitstellt, ist vor zwei Jahren gekauft worden, kostete rund 40.000 Euro. Der Aufbau wurde auf ein vorhandenes Fahrzeug aufgesetzt, das sonst auch für das Laubsaugen oder den Winterdienst genutzt wird. Früher wurde für die Unkrautentfernung an Bordsteinen und Gossen mit einer Rundbürste gearbeitet, aber damit gab es Abrieb an den Betonkanten. „277 Kehrkilometer sind zu bearbeiten. Haupt- und Sammelstraßen haben Priorität“, sagt Thorsten Brockmann und erteilt der Hoffnung auf Bearbeitung kleiner Nebenstraßen eine Absage. Sein Tipp: „Heißes Wasser hilft auch gegen Unkraut. Einfach im Topf aufkochen und über das Unkraut gießen, dann sterben die Wurzeln ab.“