Heuer spricht Machtwort zur Standortdebatte

Beförderungen in der Ortsfeuerwehr Kaltenweide (von links): Arne Boy , Florian Roth, Nils Boldt, Patrick, Koch, Jens Seegert, Ralf Dankenbring, Tobias Dahnke und Oliver Schütte. (Foto: G. Gosewisch)

Jahreshauptversammlung der Ortsfeuerwehr Kaltenweide

Kaltenweide (gg). Die Probleme des Alltags sind am Gerätehaus der Ortsfeuerwehr Kaltenweide sichtbar. Hol- und Bring-Verkehr an der benachbarten Schule, dem Hort und der Kita sorgen für ein ständiges Blockieren der Zufahrt. Als Planungsfehler der Vergangenheit benannte Ortsbürgermeister Wolfgang Langrehr im Rahmen der Jahreshauptversammlung der Ortsfeuerwehr Kaltenweide den Gerätehaus-Standort Zellerie. „Mein Albtraum ist eine Alarmierung der Feuerwehr parallel zu den Stoßzeiten.“
„Notwendig ist die Erneuerung des Fußbodens im Fahrzeughallenbereich. Es gibt dringenden Raumbedarf für die Jugendfeuerwehr. Unser Jugendwart hat wegen Platzmangels seinen Schreibtisch in der Damenumkleide, denn die Herrenumkleide ist zu klein geworden“, führte Ortsbrandmeister Ralf Dankenbring aus und wiederholte damit seine Forderung aus dem vergangenen Jahr. „Wir sind es leid, uns immer wieder rechtfertigen zu müssen“, ergänzte er zu den Denkmodellen der Stadtverwaltung in Bezug auf die Zusammenlegung der Ortsfeuerwehren Kaltenweide und Krähenwinkel. Das sei nicht gewünscht. Den Standort „ehemaliger NP-Markt“ für ein mögliches neues Gerätehaus favorisierte er ausdrücklich und wünschte sich, statt der bisherigen Hinhalte-Art, klare Antworten zu Zeitplänen seitens der Verwaltung. Die gab Bürgermeister Mirko Heuer in überraschender Deutlichkeit. Zwar sei in Langenhagen Raum für Investitionen, was der Schwimmbad-Neubau zeige, doch zu beachten sei das politische Ziel, einen ausgeglichenen Haushalt einzuhalten. In den vergangenen Jahren sei die Instandhaltung öffentlicher Gebäude versäumt worden. „Im Haushalt 2016/17 sind keine weiteren Investitionen für Gerätehäuser geplant. Wir schieben einen großen Investitionsstau vor uns her“, sagte Heuer in Bezug auf die notwendige Sanierung von Schulen, Sporthallen und vielem mehr.
In der Ortsfeuerwehr Kaltenweide gibt es 52 aktive Kameraden, 15 in der Altersabteilung, 19 Mitglieder der Jugendfeuerwehr und 121 fördernde Mitglieder.
Die Bilanz des Ortsbrandmeisters: 39 Einsätze waren zu bewältigen, somit acht Einsätze weniger als im vorangegangenen Jahr – darunter weniger technische Hilfeleistungen als bisher, aber mehr Einsätze zur Brandbekämpfung. Sechs PKW-Brände gab es mit Hilfeleistung durch die Ortsfeuerwehr Kaltenweide im Jahr 2014 auf der A352.
Fachwissen in Theorie und Praxis wurde an 27 Dienstabenden vermittelt, Sonderdienste kamen noch hinzu. Drei Lehrgänge an der Niedersächsischen Akademie für Brand und Katastrophenschutz (Celle/Loy) sowie vier Lehrgänge an der feuerwehrtechnischen Zentrale in Burgdorf wurden absolviert und erfolgreich abgeschlossen. Drei Kameraden haben die Ausbildung Truppmann I erfolgreich durchlaufen, zwei Kameraden die Ausbildung Truppmann II.
Befördert wurden durch Stadtbrandmeister Arne Boy (mit seinem Stellvertreter Oliver Schütte) Florian Roth, Nils Boldt, Patrick, Koch, Jens Seegert und Tobias Dahnke. Geehrt für langjährige Mitgliedschaft wurden Günter Emshoff und Michael Thiem.