"Hier muss ein bisschen was passieren"

Wo die Reise für Wolfgang Langrehr hingeht, wird sich im September entscheiden. (Foto: O. Krebs)

Wolfgang Langrehr (SPD) will wieder Kaltenweider Ortsbürgermeister werden

Kaltenweide (ok). Er will es noch einmal wissen: Wolfgang Langrehr (69) tritt als Ortbürgermeisterkandidat für die Kaltenweider SPD an. Der pensionierte Kriminalbeamte hatte das Amt schon zwischen 2006 und 2016 inne und auch bei der Kommunalwahl mit etwa 1.000 Stimmen das beste Einzelergebnis im nördlichsten Ortsteil Langenhagens erzielt. Die Koalitionsverhältnisse verhinderten damals eine Fortsetzung der Amtszeit: Langrehr bekam im neuformierten Ortsrat fünf Stimmen, Reinhard Grabowsky (CDU) sechs. Doch jetzt würden die Karten neu gemischt, und Langrehr hat eine Menge vor. Denn: "In den vergangenen fünf Jahren ist viel liegengeblieben", sagt der Sozialdemokrat, der seit 2006 auch Mitglied im Rat der Stadt Langenhagen ist, und seine Schwerpunkte sind Stadtplanung, Bau, Umwelt und Technischer Schulbau. Wolfgang Langrehr, dessen Vater Otto schon Gemeindebürgermeister und dann später Ortsbürgermeister Kaltenweides war: "Hier muss ein bisschen was passieren." Ein sehr wichtiges Thema, das er mit seinem Team verstärkt angehen möchte, ist die nachschulische Betreuung. Etwa 80 Plätze fehlten - ein  Bedarf, den er auch mit einer offenen Ganztagsschule abdecken will. Im Moment übernimmt in der Schule selbst nur der Förderverein die Betreuung. Die Eltern sollen aber natürlich weiterhin auch die Option Hort wählen können. Wolfgang Langrehr macht sich auch für eine "moderate  bauliche Entwicklung" von Kaltenweide stark. Die notwendige Infrastruktur soll möglichst vorher, aber zumindest parallel mit den Erweiterungsmaßnahmen laufen. In Sachen Straßensanierung gebe es in Alt-Kaltenweide erheblichen Nachholbedarf. Wolfgang Langrehr nannte die Heinrichstraße und auch die Straße "Am Osterberg" als Beispiel. Was die Fläche des früheren NP-Marktes an der Kananoher Straße angeht, so kann sich Langrehr dort durchaus auch eine Kombination von Senioren- und nebenan Kinderbetreuung vorstellen. Überhaupt müsse es mehr Betreuungsmöglichkeiten für die älteren Mitbürger und auch Treffpunkte für die Bürger geben. Langrehr: "Wir müssen versuchen, eine Gastronomie zu etablieren." Bleibt noch die Gruppe der Jugendlichen: Der Jugendtreff sei für den größten Ortsteil Langenhagens zu klein, die Container auf dem IKEP ein Provisorium. In einem Beteiligungsverfahren sollen die Wünsche der Mädchen und Jungen ergründet und dann umngesetzt werden. Und: Nach der Corona-Pandemie ist es Wolfgang Langrehr eine Herzensangelegenheit, den Vereinen in ein bis zwei Jahren wieder zu alter Stärke zu verhelfen.