Hilfe von der iberischen Halbinsel

Fühlt sich nicht nur im Kreise der Elftklässlerinnen und Elftklässler pudelwohl: Estefania Roman-Galloso (hinten, 3. von rechts).Foto: O. Krebs

Estefania Roman-Galloso assistiert im Spanischen

Langenhagen (ok). Bei vielen Schülerinnen und Schülern der IGS Langenhagen hat Estefania Roman-Galloso schon einen Stein im Brett. "Die finden die Sprache einfach cool", sagt die 26-Jährige, die aus Jerez de la Frontera in Andalusien stammt und bis Mai an der Gesamtschule als Fremdsprachenassistentin beim Spanischunterricht mithilft. "So lerne ich auch noch viel von einer Muttersprachlerin", sagt Fachbereichsleiterin Isabel Wagemann-Steidel, die sich sehr über die Unterstützung von der iberischen Halbinsel freut. Gerade altersmäßig sein Estefania ja doch noch ein Stückchen näher an den Mädchen und Jungen dran. Mit Estefania werde das Unterrichten auch vielseitiger, könne sie sich doch auch um Einzelgruppen kümmern. Für die junge Spanierin ist es übrigens nicht der erste Aufenthalt in "Alemania", war sie 2007 doch schon im Rahmen des europäischen ERASMUS-Programmes für ein Jahr in der bayrischen Stadt Regensburg. Auch in Langenhagen ist sie nach drei Wochen schon recht gut angekommen, gewöhnt sich so langsam an das doch empfindlich kältere Wetter. Einzig ein Zimmer in Hannover oder in der Flughafenstadt braucht die junge Frau – sie beherrscht neben spanisch, deutsch, englisch und französisch auch die Regionalsprache gallego – noch, die zurzeit bei einer Kollegin wohnt. Wer eine Unterkunft für die junge Andalusierin weiß: Bitte im Sekretariat melden. Zwölf Stunden ist Estefania Roman-Galloso an der IGHS beschäftigt, bleibt noch genug Zeit, sich Land und Leute anzuschauen. Studiert hat sie an der Universität in Granada, möchte nach Abschluss ihrer Ausbildung aber in Deutschland bleiben. Denn sie hält viel von den "ordentlich, gut organisierten und strukturierten Deutschen". Und da ist sie nicht die Einzige. Estefania Roman-Galloso: "Wegen der Wirtschaftskrise lernen viele meiner Landsleute deutsch, um hier arbeiten zu können." Und auch Isabel Wagemann-Steidel kennt Unternehmen, die nicht nur Bewerbungen gut ausgebildeter Fachkräfte aus Osteuropa, sondern eben auch aus Portugal oder Spanien bekommen. Ein positiver Effekt dieser doch negativen Entwicklung auf der iberischen Halbinsel aus ihrer Sicht: Die deutsche Sprache steige weltweit wieder im Ansehen und gewinne an Bedeutung.