Hinreißende „Sazerac Swingers“

Drei hervorragende Bläser geben bei den „Sazerac Swingers“ den Ton an. (Foto: K. Raap)

Am Sonntag Finale mit „Al Cat & The Roaring Tigers“

Langenhagen (kr). Sie zählen zu den derzeit besten europäischen Bands, die den aktuellen, New Orleans Jazz so spielen, wie er tatsächlich heutzutage in seiner Geburtsstadt zu erleben ist. Kein Retro, kein Revival, sondern Musik auf höchstem Niveau, musikalisch wie auch technisch von außergewöhnlicher Qualität. Die Rede ist von den „Sazerac Swingers“, die in Langenhagen jetzt zum sechsten Mal die Besucher begeisterten.Sie haben längst einen eigenen Sound gefunden, voller beeindruckender Energie und Präsenz. Ob bei den Soli oder im Kollektivspiel unterstreichen die in Gütersloh beheimateten Musikanten, dass hier Vollblutprofis am Werk sind. Die drei hervorragenden Bläser zum erste Mal mit dem Kameruner Trompeter Terrence Ngassa, dem Posaunisten Lars Bechstein und dem Saxophonisten Musina Ebobissé meisterten auch die schwierigsten Passagen leicht und locker. Eine besondere Position in der Formation nimmt Sänger, Gitarrist, Komponist, Arrangeur und Bandleader Max Oestersötebier ein. Er versteht nicht nur sein musikalisches Handwerk, sondern fungiert auch als vorzüglicher Moderator mit Witz, Charme und interessanten Informationen. Nicht zu vergessen die anderen hervorragenden Bandmitglieder: Das waren Georg Kirschner am Schlagzeug, Kotrabassist Roger Clarke-Johnson, Pianist Dennis Kockstadt und die vielseitige Sängerin Emily Raut.
Benannt ist die Band nach dem klassischen „Sazerac Cocktail“ aus New Orleans. Grundspirituose ist meist ein Roggenwhisky. Hinzu kommen unter anderem Bitter und Absinth.
Das zehnte Konzert und damit das Finale der Jazzmatineen bestreitet am Sonntag, 1. September „Al Cat & The Roaring Tigers“ aus Deutschland. Zu hören sind von der achtköpfigen Band klassische Evergreens der 40er Jahre, arrangiert im Stil der „Kansas City Seven“. Ein Schwerpunkt bildet der jazzige Rock´n´Roll der 50er Jahre. Nicht zu überhören die Einflüsse von Louis Prima und Louis Jordan.

BU: