Hinter den Kulissen

SPD Sommerschule erkundete Kläranlage

Langenhagen. Bereits seit 26 Jahren ladt der SPD-Ortsverein interessierte Menschen aus Langenhagen zu Touren ein. Mit dem Fahrrad wurde nun mit der Regionsabgeordneten Elke Zach und dem Vorsitzenden des SPD-Ortsvereins Marco Brunotte die Kläranlage am Wietzeblick besucht. Klärmeister Uwe Spierich begrüßte die Radfahrer und lud zu seiner spannenden Führung ein.
Mit mehr als 58 Schmutzwasserpumpwerken im gesamten Stadtgebiet werden die Abwasser in die Kläranlage gepumpt. Hier werden nicht nur die Abwasser aus Langenhagen gereinigt, sondern auch die der Gemeinde Isernhagen. Jährlich werden rund sechs Millionen Kubikmeter Abwasser in der Anlage behandelt. Gleich zu Beginn werden Rechen- und Sandgut ausgewaschen. „Hier kommen im Jahr allein 430 Tonnen zusammen,“ sagte Uwe Spierich, der gemeinsam mit Bürgermeister Friedhelm Fischer über die Betriebsstätte führte.
Über mehrere Klärstufen wird das Abwasser sowohl mechanisch als auch mit Bakterien gereinigt. In vier Belebungsbecken mit einem Gesamtvolumen von 24.800 Kubikmetern wird mit acht leistungsstarken Gebläsen Sauerstoff zugeführt, um Kohlenstoffverbindungen und Phosphate abzubauen. „Das von der Kläranlage behandelte Abwasser wird in die Wietze geleitet und verbessert aufgrund der hohen Reinigungsleistung der Kläranlage Langenhagen die Gewässergute“, berichtete Uwe Spierich.
Der angefallene Schlamm wird entwässert und dann zu großen Teilen der landwirtschaftlichen Verwertung zugeführt. 6.000 Tonnen fallen jährlich an. Das anfallende Faulgas wird mit zwei Block-Heizkraft-Werken zur Produktion von Strom und Wärme genutzt.
Die Teilnehmer waren begeistert von dem Blick hinter die Kulissen. Hinter einem kleinen Drücken der Klospülung steckt eine ganze Menge an technischen und biologischen Details, um die Abwasser fast wieder auf Trinkwasserqualitat zu reinigen, so die Erkenntnis.