Hip-Hop, olympischer Gedanke und Sprayer

Bewegung war im Haus der Jugend beim Hip-Hop angesagt.Fotos: C. Borschel

Sommerferienbilanz: Angebote vielfältig, Gesamtkommunikation ausbaufähig

Langenhagen (bo). Für viele waren sie wieder einmal viel zu kurz, manch einer freute sich aber auch darüber, dass sie nun zu Ende sind. Die Rede ist von den Sommerferien, die nun bereits seit drei Tagen der Vergangenheit angehören. Zeit, einmal Bilanz zu ziehen und zu schauen, was in Langenhagen und der Region alles in der schulfreien Sommerzeit los war. Einen veranstaltungsübergreifenden ‚Ferienpass‘, wie es ihn in den vergangenen Jahren gegeben hatte, konnten die Kinder in diesem Jahr nicht erwerben. Dennoch wurde ihnen eine Menge an Aktivitäten geboten, wie nicht nur Martin Ebers vom Fachdienst Kinder und Jugend wusste. „Sowohl die räumliche Situation mit den Umbaumaßnahmen im Haus der Jugend, als auch die personelle Aufstellung haben dieses Jahr keinen klassischen Ferienpass zugelassen“, erklärt er. Das neue Konzept des Fachdienstes, 21 Einzelprojekte, die jeweils eine Woche lang liefen, anzubieten, wurde trotzdem sehr gut angenommen. „Wir konnten rund 250 Kinder für die Projekte begeistern, viele Angebote waren restlos ausgebucht“, bilanziert Ebers. Von Hip-Hop-Dancing über Internetkurse und Reiten bis hin zur Märchenküche wurde den Kindern einiges geboten.
Aber nicht nur im Haus der Jugend, auch an anderen Stellen in ganz Langenhagen konnten die Eltern eine Ferien-Auszeit von ihren Kindern nehmen und die Kinder sich kreativ oder sportlich ausleben. Besonders sportlich ging es dieses Jahr eine Woche lang in der Elia Kirchengemeinde zu. Unter dem Motto „Kids Games – Champions verändern die Welt“ hatte die Organisation „Sportler ruft Sportler“ nicht nur die Räumlichkeiten der Gemeinde, sondern auch umliegende Sportplätze und Hallen genutzt. Trainiert wurden nicht nur sportliche, sondern auch teambildende und glaubensorientierte Einheiten mit rund 50 Kindern. Flagfootball, Turnen, Taekwondo oder Fußball waren bei den Kindern ebenso hoch im Kurs, wie die tägliche Mini-Olympiade am Nachmittag. Gruppenspiele und kurze Andachten rundeten das bunte Programm ab.
Bunt ist auch die Mini-Ramp der Adolf-Reichwein-Schule in Wiesenau geworden. Bedanken können sich alle Skater hierbei beim Maja-Mobil. „Die Rampe war jahrelang heruntergekommen und sollte nun verschönert werden“, erklärt Alexander Pufal vom Maja-Mobil. Gemeinsam mit erfahrenen Sprayern machten die Jugendlichen zunächst erste Skizzen, ehe dann die Dose angesetzt und die Halfpipe entsprechend verschönert wurde- das Ergebnis kann sich sehen lassen und ab sofort von jedem begutachtet werden.
Martin Ebers vom Fachdienst Kinder und Jugend wünscht sich ausblickend, dass derartige Aktionen von unterschiedlichsten Anbietern aller Art künftig noch besser und zentraler bekannt gegeben werden können. „Ein gemeinsames Programmheft, in dem alle Aktionen aufgelistet sind, würde sowohl den Kindern und Eltern als auch allen Organisatoren bei der Koordination weiterhelfen“. Dass es genug Angebote in Langenhagen gibt, werden die Schüler wohl rückblickend bestätigen.