Höchste Aufklärungsquote seit Jahren

Stellten die Kriminalstatistik vor: Oliver Bunke (links) und Alexander Zimbehl. (Foto: O. Krebs)

Langenhagener Polizei ermittelte in Serie von 192 Navi-Diebstählen

Langenhagen (ok). 68,08 Prozent – eine wirklich beeindruckende Quote und die höchste Zahl im Langenhagener Polizeikommissariat in den vergangenen zehn Jahren. Eine Aufklärungsquote, die nach Aussage des Kommissariatsleiters Alexander Zimbehl aber auch auf eine Serie zurückzuführen ist. Im vergangenen Jahr lag sie noch bei etwa 58 Prozent. 192 Einzeldiebstähle von Navigationsgeräten aus Autos, und der Täter konnte dingfest gemacht werden. Deutlich zurückgegangen ist der Fahrraddiebstahl, liegt mit 45 Prozent unter dem Fünf-Jahres-Schnitt. Und im Fünf-Jahres-Vergleich bewegt sich die Anzahl der Diebstähle auch 2018 auf gleichbleibendem Niveau. Insgesamt waren es in der Flughafenstadt 5.342 Straftaten, 400 mehr als im Jahr zuvor. Auch positiv: Der Wohnungseinbruchsdiebstahl in Langenhagen ist seit fünf Jahren deutlich rückläufig, erreicht nunmehr den geringsten Stand seit vielen Jahren. Was die Raubdelikte angeht, sie befinden sich nach wie vor auf einem gleichbleibend insgesamt geringen Niveau. Gerade für einen urbanen Raum wie Langenhagen, betont Kommissariatsleiter Alexander Zimbehl. Die Anzahl der Körperverletzungsdelikte ist erstmals wieder rückgängig, befindet sich im Fünf-Jahres-Vergleich (plus 19 Prozent) in einem immer noch hohen Bereich. Was Zimbehl und auch Oliver Bunke, Leiter des Kriminal- und Ermittlungsdienstes allerdings große Sorgen macht, ist die Gewalt gegen Vollstreckungsbeamte: Waren es 2017 in Langenhagen noch zehn, so lautete die Zahl 2018 schon 24. Zimbehl: „Das ist kein Kavaliersdelikt.“ Die Betrugsdaten gehen weiter deutlich zurück, ein großes Feld sei dabei das Internet. Ralf Sebesta, stellvertretender Leiter des Kriminal- und Ermittlungsdienstes, machte dabei deutlich: „Neben der realen existiert noch eine digitale Welt. Man muss aufpassen, mit wem man im Internet Geschäfte macht.“ Die Sachbeschädigungsdelikte nahmen deutlich zu, im Fünf-Jahres-Vergleich mittlerweile um mehr als 35 Prozent. Einen besonderen Fokus hat das Polizeikommissariat Langenhagen schon seit 2016 auf die so genannte Betäubungsmittelkriminalität gerichtet. In der Folge stabilisierte sich die Anzahl der entsprechenden Delikte auch 2018 auf dem Niveau von 2016. Aber: Waren es 2013 noch 62, so belief sich die Zahl im vergangenen Jahr schon auf 135. Oliver Bunke: „Oft sind BTM-Delikte Grundlagen anderer Straftaten.“