Hundehalter wollen keinen Verein

Die Hundebesitzer wünschen sich artgerechtere Voraussetzungen.Foto: O. Krebs

Forderung nach adäquater Auslauffläche

Langenhagen (ok). Sicherlich, dass jetzt mehr geübt werden würde, war den meisten wohl klar – aber, dass die Bundeswehr die Angelegenheit "so krass durchzieht" und sogar Bußgelder verhängt, darüber war Jutta Jüngling aus der Silberseesiedlung doch bass erstaunt, die Hunde nur noch auf den befestigten Wegen laufen dürften. Da stelle sich die Frage, was auf dem Truppenübungsplatz überhaupt „befestigte Wege“ seien. Karin Saremba, Leiterin des Fachbereichs Ordnung, riet den Hundebesitzerinnen und -besitzern allerdings, die ganze Angelegenheit nicht zu hoch zu hängen, der Schuss könne sonst durchaus nach hinten losgehen. Denen gehe es aber primär nicht um die Benutzung des Truppenübungsplatzes, sondern vielmehr um eine adäquate sprich artgerechte Fläche in Langenhagen; die vier Flächen am in Langenhagen – am Silbersee, im Brinker Park, im Wietzepark und an den Rieselfeldern – entsprächen nicht ihren Anforderungen, seien zum Beispiel nicht eingezäunt. Die Gründung eines Vereins mit dem Ziel, eine Hundeauslauffläche herzurichten, lehnten sie mit dem Hinweis auf zusätzliche Kosten und Arbeit rigoros ab. Vielmehr solle die Verwaltung eine entsprechende Fläche in der Silberseesiedlung zur Verfügung stellen, schließlich würden alle mal alt. Zwei Flächen wurden vorgeschlagen, sind nach Prüfung Karin Sarembas allerdings bereits schon wieder aus dem Rennen. Der Grund: Auf der einen sind die seltenen Vogelarten Nachtigall und Pirol zu Hause, die andere ist wegen des Sandmagerrasens ein gesetzlich geschütztes Biotop. Bleiben also nach wie vor die vier genannten Flächen, wobei Karin Saremba darauf hinweist, dass es in den Umlandkommunen gar keine Auslaufflächen gebe. Die Bundeswehr selbst wolle das Ganze nicht „überbewerten“, so Pressesprecher Knut Freter, weiterhin den Kontakt und den Dialog zu den Bürgern suchen und über die Presse informieren.