Hunderte kamen zur Mühle

Viel los an der Kaltenweider Mühle. Foto: E. A. Nebig

Mühlenfest zeigte Heimatverbundenheit der Kaltenweider

Kaltenweide (ne). Die Idee des Vorstandes der Ortsarbeitsgemeinschaft der Kaltenweider Vereine (OAG), das eingegangene Mühlenfest mit neuem Konzept wieder aufleben zu lassen, sei richtig gewesen, sagte der 1. Vorsitzende Lutz Kaiser am späten Sonntagnachmittag. Zu Hunderten seien aus ganz Langenhagen Gäste gekommen um mitzufeiern. Das habe viel Heimatverbundenheit erkennen lassen.
Das Kaltenweider Wahrzeichen, die alte Bockwindmühle, ist ein technisches Baudenkmal im Eigentum der Familie Riemers-Holzhausen. Sie wird gern von interessierten Fremden aufgesucht, die sich über die selten gewordene Technik informieren wollen. Vor allem dann, wenn Mühlenfeste in der Ortschaft stattfinden, und ein solches organisierte nun erstmalig die Ortsarbeitsgemeinschaft der Kaltenweider Vereine am vergangenen Sonntag. Hunderte von Gästen tummelten sich den ganzen Tag hindurch rund um die Mühle und genossen den Tag. Lutz Kaiser hatte im Vorfeld Rücksprache mit Charlotte und Dieter Holzhausen gehalten und um Öffnung der Mühle sowie um Zustimmung für eine Neuauflage des Kaltenweider Mühlenfestes auf dem Hofgelände gebeten. In den vergangenen Jahren hatten Christdemokraten das Fest organisiert, das aber vor drei Jahren wieder eingeschlafen war. Kaiser und sein Team mobilisierten erstmalig die Vereine und Verbände in der Ortschaft und erreichten, dass acht von ihnen mit einem bunten Programm mitmachten. Das DRK, die Arbeiterwohlfahrt, die Feuerwehr, eine Bäckerei und die Seestädter Schützen kümmerten sich um das leibliche Wohl der Gäste, musikalisch wurden sie vom Musikkorps Kaltenweide unter der Leitung von Horst Fabig sowie von der Liedertafel mit ihrem Dirigenten Holger Pohl unterhalten. Chor- sänger und Landwirt Fritz Engelke ließ es sich nicht nehmen, „up plattdütsch de Geschicht van die Möhle in’t Dörp un de Müllerslue to vertellen.“ Für die kleineren Besucher gab es ein Kinderprogramm und Planwagenfahrten mit dem Treckerclub.
Bereits am frühen Morgen waren kaum noch Sitzplätze an den vielen Biertischen zu ergattern, und am Abend zog Lutz Kaiser ein zufriedenes Fazit: „Der Erfolg gibt uns Recht und wir werden überlegen, wann das nächste Mühlenfest stattfinden kann.“