„Ich möchte auch etwas pflanzen“

Noreen Hiery (rechts), Mitarbeiterin des Projekts NaturKids, pflanzt gemeinsam mit Julia (mitte) Blumen.

Die Martinskrippe Engelbostel nimmt an dem Modellprojekt „NaturKids“ des Umweltzentrums teil

Engelbostel (lo). Gärtnern statt spielen: Auf dem Außengelände der Martinskrippe in Engelbostel war in der vergangenen Woche viel los. Mit kleinen Schaufeln und Haken ausgestattet waren die Ein- bis Dreijährigen fleißig am Arbeiten. Der Grund dafür ist schnell gefunden: Die Krippe nimmt an dem vom Umweltzentrum angebotenen Modellprojekt „NaturKids“ teil. „Es ist uns wichtig, dass die Kinder die Natur kennenlernen“, sagt Krippenleiterin Frauke Kiel.
Und die Krippenkinder sind mit viel Spaß dabei. „Ich möchte auch etwas pflanzen“, sagt die zweijährige Julia. Gemeinsam mit Projektmitarbeiterin Noreen Hiery pflanzt sie in einem kleinen Beet Blumenzwiebeln ein. Und auch Henrieke hat viel Freude. Mit einer kleinen Schaufel ausgestattet hilft die Zweijährige ihrer Mutter beim Bepflanzen eines Blumenkübels. Doch die Kinder, Eltern und Erzieher haben nicht nur Blumenbeete angelegt, sondern auch ein Hochbeet für Kräuter und Beerenfrüchte. „Außerdem haben wir heute auch die Vogelhäuser aufgehängt“, sagt Kiel.
Doch auch in den Wochen zuvor hat sich schon einiges getan. Im Rahmen der ersten Aktion des Projektes wurden bereits neue Beete angelegt und mit heimischen Stauden bepflanzt. Zudem sind ein Weidentipi und ein Weidentunnel entstanden. „Die sind toll“, findet auch die zweijährige Henrieke. Und auch von Seiten des Umweltzentrum heißt es, dass die erste Pflanzaktion mit den Kindern auf eine positive Resonanz stieß. Dies bestätigt auch Henriekes Mutter Friederike Althof. „Das Buddeln finden alle Kinder toll.“ Und weiter: „Als die Beete angelegt wurden waren alle mit Elan dabei und sind motiviert gewesen.“
Aber nicht nur das Arbeiten in der Natur selbst ist ein schönes Erlebnis für die Kinder. „Das Außengelände war bis jetzt recht schlicht. Ich glaube schon, dass es für die Kinder im Sommer toll ist, wenn dann alles blüht“, meint Althof. Damit im nächsten Jahr auch wirklich viel im Garten blüht, stehen in den nächsten Wochen noch weitere Aktionen an. Unter anderem sollen noch weitere Bäume und Sträucher gepflanzt werden.
Insgesamt läuft das durch die niedersächsische Umweltstiftung Bingo und vom Umweltzentrum Hannover durchgeführte Projekt fünf Monate. In dieser Zeit gibt es fünf organisierte Aktivitäten. Dabei werden auch die Erzieher und Eltern mit in das Modellprojekt eingezogen. Für die Krippenleitung ist es aber besonders spannend, dass die Kinder so vieles schon aufnehmen. „Es ist schon ein Highlight, wenn die Kinder mit Begeisterung dabei sind und uns ein Lächeln schenken“, sagt Kiel. Und sie ist sich sicher: „Durch das Projekt sind sie auch gut vorbereitet, wenn sie in den Kindergarten kommen.“ Denn dort gehen die „NaturKids“ weiter.