IGS fördert und fordert jetzt in Sachen Bewegung

Schüler, Lehrer und Vereine wollen das Konzept jetzt mit Leben füllen. (Foto: O. Krebs)

Gesamtschule im Stadtzentrum bekommt Zertifikat „Talentschule des Sports“ verliehen

Langenhagen (ok). Sportfreundliche Schule ist sie schon lange, jetzt bekommt das Thema rund um Bewegung eine noch höhere Bedeutung an der Integrierten Gesamtschule (IGS) in Langenhagen. Die Schule an der Konrad-Adenauer-Straße ist jetzt als „Talentschule des Sports“ zertifiziert worden. Nur eine von 14 in Niedersachsen und vier in der Region Hannover. „Nicht jeder hat diesen Titel verliehen bekommen“, macht der Schulsportbeauftragte Sascha Bremsteller von der Landesschulbehörde deutlich. An das Zertifikat sind Auflagen für die Talentförderung geknüpft. So muss mit einem Sportverein, einer sportfreundlichen Grundschule und auch einem Sportverband kooperiert werden. Die Partner der IGS Langenhagen: der TSV Krähenwinkel/Kaltenweide, die Grundschule Godshorn und der Nordwestdeutsche Volleyballverband (NWVV). Schulleiter Timo Heiken bringt den Kern des Konzeptes auf den Punkt: „Bislang haben wir schon gefördert, jetzt kommt der Baustein des Forderns dazu.“ Gesucht werden Kinder, die durch ihre Motorik schon im Unterricht positiv auffallen, wo ein Hinweis besteht, dass sie talentiert für eine Sportart sein könnten. „Es ist das Zusammenspiel mehrerer Institutionen“, sagt Sascha Bremsteller, der eng mit IGS-Lehrer und Landesfachberater Daniel Möllenbeck zusammenarbeitet. Möllenbeck war es auch der den Antrag für die „Talentschule des Sports“ vor etwa eineinhalb Jahren nach dem Erlass des Kultusministeriums auf den Weg gebracht hat. Individuelle Stärken der Kinder werden jetzt besonders unter die Lupe genommen; externe Talentscouts helfen dabei mit, den Leistungsgedanken zu forcieren und auch in der Einrichtung zu implementieren. Alex Rohr, neuer Fachbereichsleiter Sport an der IGS, sieht viele Möglichkeiten. Aber der Spaß an der Bewegung soll natürlich auch nicht zu kurz kommen, die Schüler können sich zunächst in verschiedenen Sportarten ausprobieren, um dann in einer Disziplin gezielt gefördert und gefordert werden zu können. Die Scouts werden speziell ausgebildet, aber auch die Lehrkräfte an den Grundschulen müssen fortgebildet werden, denn viele von ihnen haben nicht Lehramt auf Sport studiert. Außer dem zuständigen Ministerium ist der Landessportbund an dem Konzept beteiligt. „Wir müssen es jetzt nur noch mit Leben füllen“, sagt Sascha Bremsteller. Wenn er in Langenhagen wohnte, würde er seine drei Kinder aber auch auf die IGS an der Konrad-Adenauer-Straße schicken, sagte der Pädagoge schmunzelnd. Für Timo Heiken, der Leiter der Ganztagsschule, hatte er nicht nur das Zertifikat, sondern auch einen Gutschein im Wert von 100 Euro für Sportgeräte im Gepäck. Und zu den Kindern der Grundschule aus Godshorn, die zum Termin in die IGS Langenhagen gekommen war, sagte er: Vielleicht sehen wir eine oder einen von euch ja mal bei Olympia oder einer Weltmeisterschaft wieder.“ Dann hätte die Idee einer „Talentschule des Sports“ wirklich Früchte getragen.