IGS-Schulsanis bekommen Panik gut in den Griff

Strukturiert und gut organisiert gingen die Schulsanitäter zu Werke. (Foto: O. Krebs)

Lob für gute Ausbildung an der IGS kommt von höchster Stelle

Langenhagen (ok). Das Lob kommt von höchster Stelle. „Der Langenhagener Rettungsdienst ist sehr zufrieden mit euch, die Übergaben nach der Erstversorgung klappen prima“, sagt Jennifer Janik von den Johannitern. Alle zwei Wochen üben die Schulsanitäter aus der neunten und zehnten Klasse an der IGS Langenhagen, vier von ihnen haben immer eine Woche lang Bereitschaft. Und einmal im Jahr gibt es eine große Übung. Dieses Mal lautete das Szenario: Entlaufener Hund beißt zwei Schüler in der Pekohalle, Panik bricht aus, und ein Schüler verletzt sich zu allem Überfluss auch noch an einem Sportgerät. Viele Mitschüler erleiden einen Schock. Und auch bei dieser Übung klappte fast alles wie am Schnürchen, sagenhafte zwei Minuten nach der Alarmierung war der erste Schulsanitäter in der Pekohalle, nahm die Erstsichtung vor. Das gefiel Hubertus von Wick von den Johannitern gut. Kleine Kritik: Er hätte sich um einen schwerer verletzten Schüler sofort kümmern müssen, weil die Zeitspanne bis zum Eintreffen der anderen Sanitäter viel zu lang sei. Struktur, Priorisierung und Koordination ist eben das A und O im Sanitätsdienst. „Nicht der, der am lautesten schreit und stark blutet, hat auch die schwerste Verletzung“, sagt Hubertus von Wick. Vielmehr seien es oft die bleichen Schockpatienten, die stark gefährdet seien. Teamarbeit und Betreuung hätten aber bei der Sanitätsübung wunderbar funktioniert, das Zusammenspiel reibungslos geklappt, niemand habe einfach nur so herumgestanden. Und auch Antje Kaps, die den Schulsanitätsdienst zusammen mit ihrem Kollegen Jens Aschenbrenner leitet, war sehr zufrieden: „Ih seid sehr koordiniert und strukturiert vorgegangen, wart als Team super aufeinander abgestimmt.“ Lediglich bei der Planung und Materialausgabe im Sanitätsraum hätte es etwas zügiger gehen können. Fazit: Großer Einsatz und viel Umsicht der 23 Schulsanitäterinnen und -sanitäter und auch die 17 Üb-Verletzten aus der sechsten Klassen haben gut mitgespielt. Und wie wichtig ein gut ausgebildeter Schuldienst ist – Hubertus von Wick hat ihn als damaliger IGS-Lehrer vor 28 Jahren an der Schule ins Leben gerufen – machen ein paar Zahlen deutlich: So gab es im vergangenen Jahr 831 kleinere oder auch größere Hilfeleistungen an insgesamt 189 Schultagen.