"Ihr habt euch auf eure Stärken besonnen"

Abmarsch: die Kaltenweider Schützen beim Festumzug. Vorn marschieren die Majestäten Fabian Klatt (von links), Sven Kuschel und Melanie Bulitz.Foto: O. Krebs

Schützenfest zu Pfingsten bleibt fester Termin für viele Kaltenweider

Kaltenweide (ok). "Nanu, was ist denn bloß bei Ole los?", werden sich am Pfingstwochenende viele Kaltenweiderinnen und Kaltenweider gefragt haben, war doch Ortsbrandmeister Ralf Dankenbring auf einem Hubsteiger am Hause Ohlendorf an der Kananoher Straße zu Gange. Des Rätsels Lösung: Der Chef der Kaltenweider Feuerwehr betätigte sich ausnahmweise als Scheibenkieker, montierte die Gemeindescheibe mit dem Feuerwehrmotiv an die Hauswand. Feuerwehrmitglied Ole Ohlendorf, zugleich Präsident des Kaltenweider Treckerclubs, hatte sich die Trophäe zum zweiten Mal gesichert und sich den Brandschützer als Scheibenkieker gewünscht; eine Bitte, die Dankenbring ihm natürlich nicht abschlagen konnte. Die aber auch kein Problem darstellte, verstehen sich Schützen und Feuerwehr im Ort doch ausgesprochen gut und trieben sich während des Schützenfestes im Festzelt gegenseitig immer wieder zu tänzerischen und sängerischen Höchstleistungen an. Das Wetter hatte es wie so oft in den vergangenen Jahren gut mit den Kaltenweiderinnen und Kaltenweidern gemeint; für viele ist das größte Fest im Ort zu Pfingsten ein fester Termin im Kalender. Die Festtage verliefen insgesamt friedlich; die letzten Besucherinnen und Besucher verließen das Festzelt an den drei Tagen immer erst gegen fünf Uhr morgens. Was das traditionelle Wecken am Pfingstsonntag angeht: Da gab es einen reibungslosen Übergang von den Spielmöpsen zu den Norddeutschen Holzhackerbuam und -madln, die das Kaltenweider Schützenfest nun auch schon seit fünf Jahren begleiten.
Beim Katerfrühstück am Pfingstmontag machte Ortsbürgermeister Wolfgang Langrehr deutlich, welch schwere Zeit hinter den Schützen im Norden Langenhagens liegt, mussten sie im vergangenen Jahr sowohl den Tod ihres Vorsitzenden Lutz Wesemann als auch ihres Ehrenvorsitzenden Erich Wesemann beklagen. Aber: "Der Schmerz hat euch zwar deutlich durchgeschüttelt, ihr habt euch dann aber auf eure Stärken besonnen", so Langrehr, der wieder mehr kleine und große Gäste als in den vergangenen Jahren auf dem Festplatz gesehen haben will. Der Ortschef zeichnete Jacqueline Reckert mit dem Ortsratspokal und Sven Rehwinkel mit dem Schützentaler aus.
Kreisoberschützenmeister Mathias Böttcher ehrte unter anderem Wolfgang Fleck für 50 Jahre Mitgliedschaft im Deutschen Schützenbund und Egon Kroll sogar für 60 Jahre. Ausgezeichnet wurden auch die drei Gründungsmitglieder der Kaltenweider Damenabteilung, die in diesem Jahr ihren 40. Geburtstag feiert: Hella Wilkening, Hedwig Emshoff und Marlies Rehwinkel.
Die bronzene Ehrennadel gab es für die drei Fahnenträger Daniel Hose, Sven Kuschel und Thomas Müller, die silberne für Schießsportleiter Stefan Gläser. Und nicht zu vergessen: Die Norddeutschen Holzhackebuam und -madln wurden für fünf Jahre Holzhackerspaß besonders geehrt, genauso wie Scheibenkieker Jörg Friedland für 25 Jahre unermüdlichen Einsatz auf der Leiter.