Im LernRaum kann es weitergehen

Kinder und ehrenamtlich Tätige spielen gemeinsam im Lernraum. (Foto: S. Behrens)

Evangelisches Familienzentrum bietet Schulkindern Unterstützung

Langenhagen. Es kann weitergehen im LernRaum des evangelischen Familienzentrums „Emma und Paul“ in Langenhagen: Das Projekt, das seit etwa vier Monaten zweimal wöchentlich stattfindet, wird auch nach den Sommerferien fortgesetzt. Im LernRaum erhalten Grundschulkinder sowie Schülerinnen und Schüler aus den 5. und 6. Klassen weiterführender Schulen die Möglichkeit, ihre Hausaufgaben an einem ruhigen Ort zu bearbeiten und dabei, je nach Bedarf, Unterstützung zu bekommen. Der LernRaum steht allen Kindern, unabhängig von Nationalität oder Konfession, offen.
„Durch die Einschränkungen in der Corona-Pandemie und die fehlende Förderung im Homeschooling haben einige Kinder Schwierigkeiten, die sich nicht nur auf das Lösen von Aufgaben beschränken, sondern auch zu Problemen in der sozialen Kompetenz führen können“, erklären Diakonin Annika Kruse und Koordinatorin Nina Landers vom Familienzentrum Emma und Paul. Um diesen Schwierigkeiten entgegenzuwirken, gibt es den LernRaum im Gemeindehaus der Emmaus-Kirchengemeinde am Sonnenweg: Hier unterstützen ehrenamtlich Tätige und eine pädagogische Fachkraft die Kinder beim Erledigen ihrer Hausaufgaben, spielen mit ihnen und vermitteln ihnen Zuspruch und Motivation. „Sowohl durch das individuelle Eingehen der Ehrenamtlichen auf jedes einzelne Kind und dessen Bedürfnisse, als auch durch die kontinuierliche Betreuung durch eine Bezugsperson sorgen wir dafür, dass sich jedes Kind hier wohlfühlt“, sagt Annika Kruse.
An jedem Nachmittag, an dem der LernRaum seine Türen öffnet, finden hier fünf Kinder einen eigenen Arbeitsplatz und eine ruhige Arbeitsatmosphäre; bei Bedarf können sie das WLAN und zwei Laptops nutzen, die eigens für diesen Zweck angeschafft wurden. Zwei bis vier ehrenamtlich Tätige sind jeweils in der Gruppe und unterstützen die Kinder bei der Erledigung ihrer Aufgaben.
„Zu Beginn des LernRaums hatten manche der Kinder Kontaktschwierigkeiten und konnten ihre Aufgaben nicht selbständig bearbeiten“, berichtet Annika Kruse. „Durch Motivation und die Stärkung ihrer vorhandenen Fähigkeiten konnten wir sie so ermutigen, dass sie jetzt gerne und konzentriert ihre Hausaufgaben erledigen.“ Die Kinder wüssten, dass sie jederzeit Fragen stellen dürfen und bei Bedarf Hilfestellung erhalten.
Alle Beteiligten des LernRaums freuen sich sehr über die Fortschritte, die „ihre“ Kinder sowohl beim Lernen, als auch in der Sozialkompetenz machen. Ebenso groß ist die Freude darüber, dass es nach der ersten Projektphase vor den Sommerferien weitergehen kann: „Alle Kinder haben sich auch für die kommende Zeit angemeldet“, berichtet Annika Kruse. „Und auch alle ehrenamtlich Tätigen machen gerne weiter.“

Die Bilder im Anhang (Fotos: Sabine Behrens) zeigen