Im Schulterschluss gegen die grauen Nager

In Schulenburg hat die Stadtverwaltung das Pilotprojekt gestartet.

Stadt Langenhagen hat eigenes Modell im Kampf gegen die Ratten entwickelt

Langenhagen (ok). Die grauen Nager mit dem langen Schwanz sind nicht gerade beliebt und vermehren sich vor allen Dingen rasant. Auch in der Flughafenstadt sind Ratten flächendeckend durchaus ein Problem. Die Stadtverwaltung hatte deshalb zu drei Informationsveranstaltungen eingeladen, die im November in Schulen, im Rathaus und in Kaltenweide über die Bühne gegangen sind und nach Auskunft der Stadtverwaltung gut besucht waren. Und parallel ein Pilotprojekt in Schulenburg gestartet, die Stadtverwaltung hatte 500 Flyer verteilt. 20 Grundstücksbesitzer haben sich dann entschieden, sich detailliert beraten zu lassen. Ein Schädlingsbekämpfer hat die Familien aufgesucht, wertvolle Tipps gegeben. Einmal sei der Schädlingsbekämpfer auch aktiv geworden. Die Familien hätten sich sehr kooperativ verhalten. Überhaupt laufe es in Langenhagen gut, der Mängelmelder werde genutzt. Sollte es nicht so gut laufen, stünden auch Buß- und Zwangsgelder im Raum. Im schlimmsten Fall sogar eine so genannte Ersatzvornahme, das heißt die Stadt schickt einen Schädlingsbekämpfer raus, die Kosten muss letztendlich der Eigentümer tragen. Das sei aber bislang noch nicht der Fall gewesen.
In Zukunft setzt die Stadt auf den Schulterschluss mit den Einwohnern der Flughafenstadt, nur mit einer konzertierten und gemeinsamen Aktion sei die Bekämpfung der Nager möglich. Die bisherige Vorgehensweise, nur punktuell nach den Ratten zu suchen, sei bisher nicht effektiv gewesen. Boris Ehrhardt, Leiter des Ordnungsamtes, erklärt: „Ratten wohnen an einem Ort, sie fressen an einem anderen und finden an einem dritten Ort Wasser zum Trinken.“ Deswegen dürften nicht nur am Nest der Population allein Köder ausgelegt werden, sondern auch auf den umliegenden Grundstücken. Vogelfutter oder Essensreste auf dem Kompost seien dann unnötige Anreize für die Tiere. Die Angaben im Mängelmelder sollen möglichst präzise sein, „Walsroder Straße“ reiche nicht; eine Telefonnummer für Rückfragen sei hilfreich, um das Gebiet noch näher einzugrenzen. Eine Informationsbroschüre – speziell auch zur Lebensweise der Nager – ist im Rathaus und auch im Internet erhältlich. Und: Im Kampf gegen die Ratten helfe der der Deutsche Schädlingsbekämpfer-Verband (DSV) bei der Suche nach einer Fachfirma.