In der Unterwäsche versteckt

Bargeld kann unter Umständen sehr teuer werden. (Foto: Foto: HZA Hannover)

9.800 Euro Geldbuße für Bargeldschmuggel am Flughafen Hannover

Langenhagen. Am 25. August vergangenen Jahres reiste eine 31-jährige Frau aus Istanbul/Türkei kommend über den Flughafen Hannover nach Deutschland ein.
Die Frage der Zollbeamten nach mitgeführten Waren verneinte die aus Bremerhaven stammende Frau.
Bei der anschließenden Kontrolle des Reisegepäcks entdeckten die Zöllner eine ausgefüllte Barmittelanmeldung. Die Anmeldung war nicht registriert worden.
Die erneute Befragung, diesmal gezielt nach mitgeführten Barmitteln, wurde erneut verneint.
Die Zöllner blieben misstrauisch. Die körperliche Durchsuchung der Frau bewies den richtigen Instinkt der Beamten. In der Unterwäsche waren 49.300 Euro versteckt.
Die Zöllner leiteten daraufhin ein Bußgeldverfahren gegen die Frau ein.
Auf Grund der Gesamtumstände des Falles wurde eine Geldbuße von 9.800 Euro festgesetzt. Zusätzlich fallen noch 490 Euro Kosten an, die ebenfalls von der 31-Jährigen zu entrichten sind.
Das Verfahren ist rechtskräftig abgeschlossen.
Zur Info: Seit dem 15. Juni 2007 müssen Drittlandsreisende ihre mitgebrachten Zahlungsmittel (neben Bargeld zum Beispiel auch Wertpapiere, Schecks und Edelmetalle) ab einem Gesamtwert von 10.000 Euro unaufgefordert schriftlich anmelden.
Werden mitgeführte Barmittel nicht angemeldet oder werden unzutreffende beziehungsweise unvollständige Angaben gemacht, liegt eine Ordnungswidrigkeit vor. Diese kann mit einer Geldbuße bis zu einer Million Euro geahndet werden.
Mit ihren Kontrollen tragen Zöllnerinnen und Zöllner dazu bei, illegale Geldbewegungen über die Außengrenzen der EU hinweg zu unterbinden, um dadurch Geldwäsche, Finanzierung von Terrorismus und Kriminalität zu bekämpfen.