„In einem katastrophalen Zustand“

Der Radweg muss dringend saniert werden.

Radwege-Verbindung zwischen Engelbostel-Schulenburg und Stadtzentrum

Langenhagen (ok). Steigt mit zunehmendem Verkehr auch die Zahl der Toten? Die Zahlen sagen etwas anderes aus. Waren es 1970 noch 19.200, so waren es im vergangenen Jahr 3.000 bis 4.000. Die Zahl der Kraftfahrzeuge hat sich allerdings verdoppelt. Allerdings: „38 Prozent aller Verkehrstoten im Straßenverkehr sind Radfahrer; 60 Prozent von ihnen älter als 60 Jahre“, weiß Reinhard Spörer, Sprecher der ADFC-Ortsgruppe. In mehr als Dreiviertel der Fälle trifft Auto- und Lastwagenfahrer die Schuld. Und: Langenhagen liegt über dem Bundesdurchschnitt, was die Verletzungen von Radfahrern im Straßenverkehr angeht. Bundesweit sind es zehn auf 10.000 Einwohner; in Langenhagen 15.
Zahlen, die zu denken geben. Als Konsequenz sollen auch die Radwege verbessert werden. Besonders kritisch ist in der jüngsten Sitzung des Verkehrs- und Feuerschutzausschusses die Radwege-Verbindung zwischen Engelbostel-Schulenburg und dem Stadtzentrum unter die Lupe genommen worden, die sich laut Bewertung eines Ingenieursbüros in einem katastrophalen Zustand befinden soll. Vor allen Dingen zwischen Am Lienkamp in Godshorn und Einmündung Dorfstraße in Schulenburg. Und hinter dem Südbereich des Lärmschutzwalles zwischen Schmiedeweg und Friedhof. Hier sei der Radweg zum Teil Schotterpiste mit verwitterten, sehr lückenhaft-sporadischen rauen Betonteilen und gelegentlichen Randpflasterungen. Der Rollsplit auf zum Teil sandigem Untergrund erhöhe die Rutschgefahr erheblich, wie auch viele entsprechende Bremsspuren zeigten. Die ADFC-Ortsgruppe fordert eine benutzergerechte Sanierung und das Einwerben entsprechender Fördermittel.