In seine Amtszeit fiel die Motorisierung der Feuerwehr

Ehrenbrandmeister Robert Ahrens wurde 92 Jahre alt.

Ehrenbrandmeister Robert Ahrens im Alter von 92 Jahren verstorben

Kaltenweide. Die Ortsfeuerwehr Kaltenweide trauert um ihren Ehrenbrandmeister Robert Ahrens, der am Mittwoch vor Ostern im Alter von 92 Jahren verstorben ist. Der Feuerwehr trat er 1942 bei. Nach Kriegsende wurde das Feuerlöschwesen neu aufgestellt und Robert Ahrens wurde stellvertretender Gemeindebrandmeister der damals selbständigen Gemeinde Kaltenweide. 1955 rückte er an die Spitze der Feuerwehr und wurde zumGemeindebrandmeister gewählt. Dieses Amt hatte er 25 Jahre inne. 1972 wurde Ahrens auch stellvertretender Unterkreisbrandmeister des Unterkreises 1, ein Vorläufer der heutigen Brandschutzabschnitte. In die Amtszeit von Ahrens fiel die Motorisierung der Feuerwehr, die er maßgeblich vorantrieb. Es begann mit der Beschaffung eines selbstausgebauten gebrauchten Klein-LKW als Zugfahrzeug des Tragkraftspritzenanhängers, über die Beschaffung eines neuen Löschgruppenfahrzeugs LF8 und ging weiter mit der Indienststellung eines gebrauchten Tanklöschfahrzeugs, um die seinerzeit grassierenden Moorbrände wirkungsvoll bekämpfen zu können. Auch ein neuer Mannschaftstransportwagen wurde angeschafft. Ein Meilenstein war auch die Einweihung des Feuerwehrhauses 1970 am heutigen Standort. Diese Anschaffungen in den politischen Gremien der Gemeinde Kaltenweide durchzusetzen, bedurfte sicherlich erheblicher Überzeugungsarbeit von ihm.
1980 erhielt Robert Ahrens für seine Verdienste das Feuerwehrehrenkreuz in Gold.
Die Ernennung zum Ehrenbrandmeister durch den damaligen Bürgermeister der Stadt Langenhagen, Josef Billerbeck, erfolgte 1982. Im Januar 2017 gab es dann die seltene Auszeichnung für 75 Jahre Mitgliedschaft in der Feuerwehr.
Bis zuletzt war Robert Ahrens bei den Dienstversammlungen und Veranstaltungen präsent und an den aktuellen Themen sehr interessiert. Die Mitglieder der Ortsfeuerwehr Kaltenweide werden ihren Ehrenbrandmeister in würdevoller Erinnerung behalten.
Auch die Mitglieder des Ortsrates Kaltenweide seien zutiefst betroffen vom Ableben des Ehrenortsbrandmeister, erklärte Ortsbürgermeister Reinhard Grabowsky. In dem Vierteljahrhundert, das er Ahrens die Feuerwehr Kaltenweide leitete, sei er zu jeder Tages- und Nachtzeit für die Gemeinde beziehungsweise die Ortschaft Kaltenweide einsatzbereit. Dieses gehe nur durch eine familiäre Stütze, betont Grabowsky, der Ahrens für seinen Einsatz für die Allgemeinheit besonderen Dank ausspricht. Unermüdlich sei er für Kaltenweide tätig gewesen und es gebe nicht viele Mitbürger, die so lange eine verantwortliche Position innegehabt hätten. Die Feier seines 90. Geburtstages vor zwei Jahren, natürlich auch mit Angehörigen der Feuerwehr, sei allen noch in guter Erinnerung.
Die Anteilnahme von Feuerwehrkameraden und Kommunalpolitikern gebühre der Ehefrau und der Familie von Robert Ahrens.