"In vielen Bereichen wird unsere Stimme gehört"

Haben in Sachen Seniorenbeirat noch eine Menge vor: Jürgen Miethe (von links), Erika Döhner und Joachim-Horst Schorlies. (Foto: O. Krebs)

Seniorenbeirat wird am 14. Oktober für fünf Jahre gewählt

Langenhagen (ok). Sie sollte eigentlich schon im vorigen Jahr über die Bühne gehen, der Termin ist wegen der Corona-Pandemie aber verschoben worden. Die Senioren der Stadt Langenhagen wählen ihren Beirat. "Ab 60-Jährige können gewählt werden, sich aber auch wählen lassen", erläutert der Vorsitzende des Gremiums, Joachim-Horst Schorlies. Wer antreten will, kann sich als Einzelbewerber melden und braucht dann zehn Unterstützerunterschriften. Oder eine der 46 gelisteten  gemeinnützigen Organisationen schickt ihn ins Rennen um einen der elf Plätze im Ältestenparlament. Acht Mitglieder des aktuellen Seniorenbeirates wollen übrigens weitermachen. Um die Delegiertenwahl gab es vor drei Jahren viel Diskussionen. Das Prozedere hat letztendlich dazu geführt, dass die damalige Vorsitzende nicht wieder angetreten ist. In diesem Jahr wird es eine Briefwahl geben, die Unterlagen sollen bis Ende September bei den Wahlberechtigten eingegangen sein. Schon zwei Wochen vorher müssen die Wahlvorschlöge dann bei der Wahlleitung eingegangen sein. Ausgezählt wird dann am Wahltag, 14. Oktober.  Zur Wahl gibt es zwei Info-Stände: am 7. September auf dem Marktplatz und am 14. September im CCL vor dem REWE-Markt. Alle Kandidaten stellen sich am Mittwoch, 29. September, ab 17 Uhr in der Aula des Schulzentrums vor. Das Gremium, das seit etwa zwei jahrzehnten existiert, wird jetzt parallel zur Kommunalwahl gewechselt, ist jetzt also fünf Jahre im Amt. Der Seniorenbeirat ist in diversen Ausschüssen vertreten, hat aber kein Stimmrecht. Aber: "In vielen Bereichen wird unsere Stimme gehört", sagt die stellvertretende Vorsitzende Erika Döhner
Und der Seniorenbeirat hat auch für die nächste Zeit eine Menge Ideen im Köcher, plant beispielsweise ein Seniorennetzwerk, in dem Senioren in alltäglichen Situationen angeboten werden sollen - etwa der Gang zum Arzt, Handwerker oder der Einkauf. Aber auch zum Kaffeetrinken oder gemeinsamen Spaziergang sollen die Senioren zusammengeführt werden. Um dieses Projekt verwirklichen zu können, bittet der Seniorenbeirat alle ehrenamtlich Tätigen - Vereine, Verbände, Organisationen oder Einzelpersonen, die in diesem Bereich bereits tätig sind, sich mit dem Seniorenbeirat in Verbindung zu setzen. Es soll ein möglichst breiter Pool aus Freiwilligen aufgestellt werden. Die Verantwortlichen betonen: "Wir wollen auf keinen Fall in Konkurrenz zu anderen Organisationen treten." Wer Interesse hat, melde sich bitte bis zum 30. September unter j.miethe@kulturring-langenhagen.de.Ein weiteres Projekt des Seniorenbeirates ist die Errichtung eines Seniorenzentrums als zentraler Anlaufpunkt im Eichen- oder Stadtpark, etwa in der Rohdeschen Villa. In diesem Zentrum soll nicht nur der Seniorenbeirat, sondern auch das Seniorenbüro seine Heimat finden. Ein Seniorencafé und Räume für Veranstaltungen sind ebenso angedacht wie Räume für kreative Gestaltungen und eine Küche für Seniorenkochkurse. "Es wird sicher einige Zeit in Anspruch nehmen, bis die Stadt uns ein geeignetes Gebäude zugewiesen hat und die Renovierungsarbeiten abgeschlossen sind", so Jürgen Miethe. Bis dahin wird der Seniorenbeirat das Seniorenzentrum im Eichenpark am Rohdehof 18 im Vereinshaus des Kulturrings betreiben, "wo wir auch bereits die monatlich angebotenen Sprechstunden anbieten." Und zwar jeden ersten Mittwoch im Monat zwischen 10 und 12 Uhr.