Informativ und unterhaltsam

Johanniter luden Fördermitglieder zum "Klöntreff" ein

Langenhagen (kr). Zu einem "Klöntreff" hatte Elke Zach, die Beauftragte des Nordhannoverschen Ortsverbandes der Johanniter, jetzt die älteren Fördermitglieder dieser Organisation in das Gemeindehaus der Elisabethkirche eingeladen. Die Gäste erlebten eine ebenso informative wie unterhaltsame Veranstaltung. Elke Zach hatte ihr Ehrenamt im März dieses Jahres als Nachfolgerin von Herbert Könneke angetreten. Die seit 60 Jahren bestehende Johanniter-Unfallhilfe ist ein Werk des evangelischen Johanniterordens. Sie betätigt sich in unterschiedlichsten sozialen und karitativen Bereichen. Das Engagement reicht dabei vom Hausnotruf über Kinder- und Jugendarbeit und dem auch in Langenhagen bestens bekannten Rettungsdienst und Katastrophenschutz bis hin zu internationalen Hilfsprojekten. Mit mehr als 14.000 hauptamtlichen Mitarbeitern, etwa 30.000 ehrenamtlichen Aktiven und mehr als 1,4 Millionen Fördermitgliedern stellen die Johanniter eine der größten Hilfsorganisationen Europas. Freiwilliges Engagement ist für Elke Zach schon seit vielen Jahren eine Selbstverständlichkeit. Als SPD-Politikerin ist sie im Rat der Stadt Langenhagen und in der Regionalversammlung aktiv, dort auch im Ausschuss für Soziales, Wohnungswesen und Gesundheit. Aktiv ist sie auch im Kirchenvorstand der Emmaus-Gemeinde. Als Gastreferenten des "Klöntreffs" hatte Elke Zach den Ordensritter Henning von Katte von Lucke gewonnen, ehrenamtliches Mitglied des in Magdeburg beheimateten Regionalvorstands der Johanniter. Er ließ in einem interessanten Dia-Vortag die über 900-jährige Geschichte des Johanniterordens Revue passieren. Er zeigte die unterschiedlichen Stationen der Organisation auf, die als Ritterlicher Orden St. Johannis vom Spital zu Jerusalem begann, wo sie von 1048 bis 1071 ein Krankenhaus für arme Pilger betrieb. Bald vollzog sich der Wandel von der Spitalbruderschaft zum geistlichen Ritterorden. Zu den diakonischen Tätigkeiten kamen auch militärische Aufgaben. Der Standort wechselte bald nach Zypern, Rhodos und Malta und schließlich nach Brandenburg, wo es enge Verbindungen zum dortigen Kurfürsten gab. An der Spitze des Ordens standen die Herrenmeister, der seit 1693 ununterbrochen von Hohenzollern-Prinzen gestellt wurden. Seit 1999 steht Oskar Prinz von Preußen an der Spitze der Gemeinschaft. Der Johanniterorden trägt Alteneinrichtungen und Krankenhäuser. Als Ordenswerke bestehen neben der Unfallhilfe die Schwesternschaft und weitere Hilfsgemeinschaften.
Über die gerade für ältere Mitbürger sinnvollen Möglichkeiten und Techniken des Hausnotrufs informierte anschließend Frank Schepan. Riesenbeifall ernteten die allerjüngsten Johanniter, die mit fröhlichen Vorführungen ihrem Namen "Tanzmäuse" alle Ehre machten. Mit einem gemeinsamen Essen und vielen Gesprächen klang die einst von Herbert Könneke initiierte Veranstaltung aus. Elke Zach kündigte an, den "Klöntreff" als regelmäßige Einrichtung fortzuführen.



Für gute Laune sorgten die Einlagen der fröhlichen "Tanzmäuse". Foto: K.Raap