Innenstädte und Quartiere fördern

Stadtbauräte fordern verstärkt Hilfe in Corona-Zeiten

Langenhagen (ok). In einem Schreiben haben sich Langenhagens Stadtbaurat Carsten Hettwer sowie seine Hildesheimer Kollegin Andrea Döring und sein Emder Kollege Andreas Docter an den Niedersächsischen Umweltminister Olaf Lies gewandt. Am Herzen liegen dem Trio die Innenstädte  und Ortsteilzentren, die im besonderen Maße unter der Corona-Krise litten. Sie hätten aber gerade im ländlichen Raum eine wichtige identitätsstiftende Wirkung im sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Leben, seien seit Jahren aber von einem kontinuierlichen Strukturwandel betrofffen. Durch Konzentrationsprozesse und verstärkten Online-Handel gebe es viele Leerstände. Die Abwärtsspirale setze sich fort, die Attraktivität sinke ganz stark. Viele private Initiativen kämpften in ihren Quartieren und Straßen durch gemeinsames Handeln gegen die Verödung. Aber das reiche nicht, genauso wenig wie ein Bundes- und Landesförderprogramm. Die Experten sprechen sich für eine Wiederauflage des QIN-Programmes (Quartier in Niedersachsen) aus. Das sei genauso wie das Inkrafttreten des niedersächsischen Quartiersgesetzes (NQG) unterblieben. Es müsse schnell in Kraft treten, damit es seine Wirkung entfalten könne, gern auch als Anschubfinanzierungvon 400.000 Euro bei Modellinitiativen. Ansonsten müsssten die privaten Initiativen ausreichend unterstützt werden, allerdings ohne lange Planungs- und Konzeptphasen.