Integrationsbeirat auf gutem Kurs

Gut gelaunt zeigte sich der neu formierte Integrationsbeirat nach der gemeinsamen Sitzung. Hinten rechts der Vorsitzende Erwin Eder. Foto: K.Raap

Erwin Eder übernimmt Vorsitz/Neuer Schwung mit neu formiertem Team

Langenhagen (kr). Mit einem ohne Gegenstimmen gewählten Führungsduo und fünf neuen Mitgliedern hat der Integrationsbeirat der Stadt Langenhagen auf seiner jüngsten Sitzung in überzeugender Weise die Weichen für seine zukünftige Arbeit neu gestellt. Damit wurde vorerst ein Schlussstrich unter eine eher unglückliche Entwicklung des Gremiums gezogen, das am 1. September 2009 seine Arbeit aufgenommen hatte. Der ehemalige Vorsitzende und seine Vertreterin hatten relativ schnell das Handtuch geworfen, andere Mitglieder sich ebenfalls wenig kooperativ gezeigt. Zum neuen Vorsitzenden des Integrationsbeirats wurde jetzt der Österreicher Erwin Eder gewählt, zu seinem Vertreter der Kameruner Hamidou Bouba, der sich unter anderem auch im Förderverein der Langenhagener Musikschule engagiert. Beide gehören dem Beirat bereits seit zwei Jahren an. Vor den Neuwahlen wurden fünf neue Mitglieder verpflichtet: Reza Bahrami und Zeda Mathavocyan aus dem Iran, Safiou Djibrila aus Togo sowie die beiden Kurdinnen Yusra Muhamed und Rana Younes. Dass sie eine Verstärkung für den Beirat sein werden, unterstrichen sie, als sie sich vorstellten und ihre Vorstellungen von
der künftigen Mitarbeit skizzierten. Bereits im Beirat dabei waren neben den Vorsitzenden Sandra Albuquerque aus Portugal, Carmelo Milazzo aus Italien sowie Hava Borgmann und Bahadir Tuncay aus der Türkei. Je ein Mitglied des Integrationsbeirats nimmt an den Sitzungen der Fachausschüsse teil. Und es war ein gutes Omen für den unverkennbaren neuen Schwung im Beirat, dass sich so viele Mitglieder für diese Aufgabe meldeten, sodass geheime Wahlen entscheiden mussten. Auch die politischen Parteigruppierungen stellen je ein Mitglied für den Beirat. Das sind jetzt Elke Zach (SPD), Gabriele Spier (CDU), Marion Kellner (Die Grünen) und Bernd Speich (ULG). Die BBL und die Gruppe Scheer/Vorwerk-Gerth haben bisher noch keine Mitglieder benannt. Kraft Amtes vertritt die Gleichstellungs- und Integrationsbeauftragte Anne Kirchenbüchler die Stadtverwaltung. Und sie zeigte sich "hoch erfreut über die positive Entwicklung im Beirat". Sie sei überzeugt, dass die neue Besetzung die besten Voraussetzungen ür eine produktive Zusammenarbeit biete.
Die Amtszeit des Integrationsbeirats begann mit seiner Konstituierung am 1. September 2009 und wurde per Ratsbeschluss auf fünf Jahre festgelegt. Im Jahr 2014 wird dann der der Beirat in Abstimmung mit dem Rat über eine Weiterführung, Neugründung oder Neuwahl entscheiden. Für die Ratsmitglieder ist die Wahlperiode des Rats maßgebend. Für 2012 wurden bisher sechs Sitzungen des Beirats geplant. Der Integrationsbeirat war vor zwei Jahren an die Stelle des Ausländerbeirats getreten. Das Gremium will sich verstärkt um die Integration der Kinder, verbesserte Sprachausbildung und Berufsauswahl sowie den interkulturellen Austausch kümmern. Im Integrationsbeirat ist übrigens noch ein Platz frei für eine Person mit Migrationshintergrund. Interessierte Mitbürger können sich bei der Integrationsbeauftragten (Telefon 0511/7307-9108) im Rathaus melden.