Japan-Besuch im MGH

Japanbesuch im MGH: Kirsten Wacker (von links), Frau Hyogo, Frau Tomoko Tanaka, Christine Paetzke-Bartel und Frau Kirchner.

Ansätze zur Prävention von Pflegebedürftigkeit und die Rolle von Mehrgenerationenhäuser

Langenhagen. Kürzlich waren zwei Pflegeprofessorinnen aus Japan und eine Übersetzerin aus Berlin am Ende der zweitätigen Reise in Deutschland zu Gast im Mehrgenerationenhaus (MGH) Langenhagen. Zuvor wurden drei andere MGHs besucht und auch das Familienministerium in Berlin.
Auch in Japan ist der demographische Wandel und damit die Überalterung in der Gesellschaft ein großes Thema. Deshalb war es von sehr großem Interesse wie das Konzept Mehrgenerationenhaus, also generationenübergreifendes Miteinander, in Bezug auf die demographische Entwicklung greift und wie dort gearbeitet wird. Nachdem sich die Besucherinnen die Einrichtung angeschaut hatten wurde erörtert wie dem demographischen Wandel begegnet wird und was für Anforderungen damit verbunden sind. Speziell Angebote für die Senioren rückten im Austausch der Kulturen in den Mittelpunkt. Zum Beispiel mit den Fragen: Wie werden die Angebote konzipiert und wie werden die Senioren erreicht. Oder auch die Frage wie werden Ehrenamtliche für das MGH gewonnen? Dazu konnten Christine Paetzke-Bartel und Kirsten Wacker vom Vorstand einige Beispiele nennen. Für viele ist das MGH so etwas wie ein zweites Zuhause, was die Besucher immer wieder zum Ausdruck bringen. Auch die schließende Weihnachtsfeier für die Mitarbeiter ist dazu eine Form der Wertschätzung für das geleistete Engagement.
Christine Paetzke-Bartel erklärte auch die Komplexizität der Arbeit, das Arbeiten an den inneren Prozessen im MGH und die Arbeit im Außen, die Präsentation der Arbeit als auch die Netzwerkpflege. Deutlich wurde dieser Zusammenhang mit dem Vergleich MGHs sind Knotenpunkte und Drehscheiben innerhalb der Kommunen. Auch MGHs als Dorfbrunnen der Moderne zu bezeichnen, war ein Vergleich, den die Japanischen Gäste bis dahin noch nicht gehört hatten. Die Gäste blieben länger als geplant machten viele Fotos und verewigten sich an der Eingangstür zum MGH mit Guten Tag und Auf Wiedersehen auf japanisch.