Jazz-Sponsoren gedankt

Drei Gläser Rathaus-Honig für 30 erfolgreiche Jahrzehnte überreichte Bürgermeister Heuer (links) dem ehemaligen Varieté-Macher Udo Püschel. Rechts „Cultour & Co.“ - Vorsitzender Horst-Dieter Soltau.  (Foto: K. Raap)

Hinterher würdigte Mirko Heuer die Erfolge von Udo Püschel

Langenhagen (kr). Schon vor Beginn des „FUNtastischen Varietés“ im Theatersaal gingen im schon gut besuchten Foyer zwei interessante Treffen über die Bühne. Seit Jahren ist es für Horst-Dieter Soltau, dem Macher der Jazzmatineen, eine schöne Tradition, die Sponsoren dieser Veranstaltungsreihe nach einem Sektempfang zu einem Theaterbesuch einzuladen. „Ohne unsere Sponsoren“, so betonte Soltau, „könnten wir diese tollen Jazz-Matineen in der jetzigen Form nicht durchführen.“ Und es sei sicherlich ein überwältigender Erfolg, dass das Motto der Matineen „umsonst und draußen“ im nächsten Jahr zum 30. Mal realisiert werden kann. Unter den vielen Sponsoren, die Horst-Dieter Soltau alles namentlich nannte, begrüßte er auch das Ehepaar Jutta und Manfried Leymann, das die Konzerte von Anfang an unterstützte. Der veranstaltende Verein „Cultour & Co.“ betreibe über die Regionsgrenzen hinaus seit fast drei Jahren hinaus ein vorbildliches Stadtmarketing.
Für die große Überraschung sorgte anschließend Bürgermeister Mirko Heuer. Er verblüffte den völlig überraschten Varieté-Chef Udo Püschel an selber Stelle mit einer Laudatio, die das Wirken des Langenhageners für die deutsche Varieté-Szene aber auch für die Flughafenstadt würdigte. Aktueller Anlass: Udo Püschel fungierte an diesem Abend nach 30 erfolgreichen Jahren zum letzten Mal als Verantwortlicher für den Inhalt der Show, auch zuständig für Casting und Regie. Der Bürgermeister skizzierte das großartige Wirken wir folgt: Udo Püschel war Gründer und Erfolgsgarant von Norddeutschland größtem Kleinkunstfestival Mimuse, künstlerischer Leiter verschiedener GOP-Varietés und Träger des Jury-Sonderpreises „varieté online. Er kannte sich aus in der Szene und wurde einer deren kompetentesten Vertreter. Er arbeitete für Roncalli in Düsseldorf, in Hamburg für das Kehrwieder Varieté, war zuhause im Kurhaus Binz auf Rügen, im Circolo in Freiburg und anderen Städten. Fünf namhafte Theater wurden mit seinen Beiträgen eröffnet. Er verstand Varieté immer als anspruchsvolles Entertainment: Artistisch, witzig, kurzweilig und zauberhaft.