"Jeder fühlt sich wohl"

Wollten gern spenden (von links): Gülsiye Ünsal mit ihren Kindern Sena Gül Ünsal und Berkay Ünsal und Öztürk Aysun.Foto: O. Krebs

Einmal im Jahr Blutspende in der Türkisch-Islamischen Gemeinde

Langenhagen (ok). Es ist seit einiger Zeit ein fester Bestandteil im Terminkalender der Türkisch-Islamischen Gemeinde, die Blutspende des DRK Langenhagen ist bereits zum sechsten Mal an der Bahnhofstraße über die Bühne gegangen. Dieses Mal waren mehr Männer als Frauen mit von der Partie. Grund: Der Termin liegt an einem Freitag, der Tag, an dem traditionell das Freitagsgebet stattfindet. Frauen und Männer spendeten in getrennten Räumen, für "Stammgast" Öztürk Aysun kein Problem: "Jeder fühlt sich wohl, sonst ist man zu eingeengt." Das DRK verzeichnete dieses Mal weniger Spenderinnen und Spender als beim letzten Termin, für Ilhan Ünsal kein spezieller, sondern ein allgemeiner Trend: "Das ist doch bei allen Terminen so, die Menschen müssen einfach sensibilisiert werden." Es müsse Hand in Hand gearbeitet werden, er mache auch gern Werbung für andere Blutspendeaktionen. In der Türkisch-Islamischen Gemeinde findet der Aderlass aber erst wieder im kommenden Jahr im Mai statt. Wer die Räume dort gern einmal kennen lernen möchte, ist jederzeit herzlich eingeladen. Der nächste Tag der offenen Tür ist dann am 3. Oktober. Christiane Fischer, die die Blutspenden fürs Langenhagener DRK organisert, kann nicht feststellen, dass der Zulauf zu den allgemeinen Blutspendeterminen geringer geworden sei. So seien zum letzten Termin in der Friedrich-Ebert-Schule 86 Freiwillige gekommen, in die Hermann-Löns-Schule 79. Bei der Türkisch-Islamischen Gemeinde waren es dagegen lediglich 36. Demnächst stehen noch einige Sondertermine an: 25. Juni, 11 bis 16.30 Uhr bei der Reemtsma, 16. Juli, 16 bis 20 Uhr beim SCL, 20. August, 10 bis 15 Uhr im Rathaus und am 28. Oktober steht das Blutspendemobil von 14 bis 20 Uhr bei McDonald's.