Jeder hat seinen eigenen Paten

Engagement für die Streuobstwiese: Andreas Dewald (von links), Michael Schuster von der Feuerwehr, Wolfgang Biewendt, Ralf Damerow, Ute Biehlmann-Sprung, Heinz Mahlberg, Marlies Weigle und Winfried Battermann. (Foto: O. Krebs)

36 Bäume stehen jetzt auf der Godshorner Streuobstwiese

Godshorn (ok). Abstandsregelung auch auf der Streuobstwiese in Godshorn „Am Moore“: 36 Bäume stehen dort, und mehr dürfen es auch nicht werden. Die Rede ist von der Streuobstwiese, für die sich Ortsbürgermeisterin Ute Biehlmann-Sprung sehr stark gemacht hat. Ihr Gedanke: „Wir wollen Kindern nahebringen, dass Obst und Beeren nicht im Supermarktregal wachsen.“ Das als Ausgleichsfläche ausgewiesene Areal sei ideal für die Streuobstwiese mit ihren rund 5.000 Quadratmetern. Mit der zuständigen Fachabteilung der Stadt und dem NABU ist das Projekt zu Papier gebracht worden. Im Godshorner Ortsrat ist dann der Antrag, der von der CDU-Fraktion eingebracht worden ist, einstimmig beschlossen worden. Jeder Baum hat einen Paten, die auch schnell gefunden waren. So gibt es zum Beispiel den „Baum des Friedens“, den Ortsratsmitglied Habib Eslami gepflanzt hat und der sogar schon rote Kirschen trägt. Die Namensschilder für die einzelnen Bäume sind nun fertig, eine zweite Wiese ist in in Planung. Ute Biehlmann-Sprung hofft dann, dass die Namenspaten in der Warteschleife zu ihrem Recht kommen. Eine Bank zum Verweilen soll auf der Nordseite stehen. Unterstützt hat die ganze Aktion die Firma „Blattwerk“ untentgeltlich. Und auch die Feuerwehr hat die Wiese bei Trockenheit kräftig gewässert, ein Landwirt unterstützt. Die ersten Bäume mit so klangvollen Namen wie „Köstliche von Charneau“ oder „Gute Luise von Arvanches“ tragen nun schon Blüten. Die Hälfte sind Apfelbäume, aber es gibt unter anderem auch Pflaume, Zwetsche, Sauerkirsche und Pfirsich. Auf der Wiese fehlen noch Beerensträucher, die gern gespendet werden können. Der ortsansässige Imker Ralf Damerow hat zwei Bienenstöcke angesiedelt, plant noch aufzustocken. Ein Brunnen soll auch noch gebohrt
Das reife Obst soll nicht von allen Bürgern geerntet werden. Die Baumpaten entscheiden, was mit ihrer Ernte passiert. Wie es auch der NABU vielerorts praktiziert, ernten nur die Baumpaten, um die geernteten Früchte zu Saft und Marmelade für ein Fest zu produzieren. Was wäre ein Kinderfest ohne Früchte an den Bäumen. Natürlich spricht nichts dagegen, dass Kinder sich einen Apfel oder eine Birne pflücken.
Spenden werden für die Investitionen wie Brunnen, Bäbnke oder Sträucher werden gern entgegen genommen. Wer Interesse hat, melde sich bitte bei Ute Biehlmann-Sprung unter der Telefonnummer (0173) 2 48 82 26 oder unter ute.sprung@s-e-a.de.