Jugendliche nehmen IKEP in Beschlag

Für die Verwaltung ein Vorzeigeprojekt: der Interkulturelle Erlebnispark.Foto: K. Dittmann

Verein will Erlebnispark nach Eröffnung weiterführen

Kaltenweide (ok). Grüne Welle, Multipark, Sport,- Sommer- und Spaßpark: Der Fantasie bei der Namensgebung für den Interkulturellen Erlebnispark waren keine Grenzen gesetzt. Am Ende setzten sich allerdings kurze und prägnante vier Buchstaben, vorgeschlagen von Dieter Treytnar, durch: IKEP heißt die Fläche am Pfeiffengrasweg nun offiziell, eine griffige Abkürzung, die für den sperrigen Begriff Interkultureller Erlebnispark steht. Das dazugehörige Schild im Graffiti-Look hat übrigens der Krähenwinkeler Christoph Becker entworfen. Der Erlebnispark – anfangs politisch nicht unumstritten – ist am Sonnabend nach langer Planung endgültig eröffnet worden und Kaltenweides Ortsbürgermeister Wolfgang Langrehr fehlten "einfach die Worte, wenn man sieht, was entstanden ist". Und vor allen Dingen, wie es entstanden ist, denn besonders die Kinder- und Jugendbeteiligung, die von Anfang bis Ende durchgezogen worden sei, hob Langrehr hervor, die Jugendlichen hätten quasi "Politik gemacht". Dabei sei deutlich geworden, dass die Kinder und Jugendlichen sich nicht reinreden lassen wollten, keinen reglementierten Jugendtreff gesucht haben. Bürgermeister Friedhelm Fischer machte in seiner Rede klar, dass Kinder "spielen wollen und auch sollen". Der Interkulturelle Erlebnispark mit Fußballplätzen, Skaterbahn, Rutsche, Steinmauer und Beachvolleyballanlage sei ein "Vorzeigeprojekt", gerade, weil die Kinder und Jugendlichen mit einbezogen worden seien. Sie seien nicht nur ganz nah dran, sondern sogar mittendrin. Das Projekt sei schnell über die Bühne gegangen, der Spatenstich erst vor einem Jahr erfolgt. Dabei verschwieg das Stadtoberhaupt allerdings, dass die Diskussion bereits seit etwa vier Jahren läuft, 2006 noch die Rede von einem Jugendtreff war. Im Laufe der Jahre gab es immer wieder heftigen Gegenwind aus den Reihen der Opposition – sei es wegen der Kosten von rund einer halben Million Euro oder aber wegen des Standortes, der den Platz nicht attraktiv für Kinder und Jugendliche aus dem Westen Langenhagens mache.
Alles Schnee von gestern, mit einem Fest für die ganze Familie, bei der sich die vielen verschiedenen Kulturen im Weiherfeld beteiligten, ist der IKEP am Sonnabend offiziell eingeweiht worden. Am Abend kam sogar noch die Flutlichtanlage zur Geltung. Nun soll ein Verein, der noch in Gründung ist, die weiteren Geschicke auf dem und rund ums Areal lenken.