Junge Turnerinnen sind Mannschaft des Jahres

Die Mannschaft des Jahres 2019 Die Kunstturnerinnen AK 8 mit Trainer Wilfried Osing. (Foto: D. Lange)
 
Scheck und Pokal für Margret Schiller. Auszeichnung für das Ehrenamt im Sport. (Foto: D. Lange)

Sportlerehrung als Spiegel einer überaus aktiven Sportszene im Theatersaal

Langenhagen (dl). Es ist sicher nicht zu hoch gegriffen, die alljährliche Ehrung der erfolgreichsten Sportlerinnen und Sportler in Langenhagen als Spiegel einer überaus vielfältigen Sportszene in Langenhagen zu betrachten. Kam die altehrwürdige Sportlerehrung noch vor wenigen Jahren mit ihrem zwar sympathischen, bisweilen aber etwas betulich wirkenden Charme des Unperfekten daher, so hat sich das Format in letzter Zeit suksessive verjüngt und erinnert heute eher an das aktuelle Sportstudio. Mit Liveschalte, Interviews, kräftigen Discosounds und Lightshow. Dazu rasante Showacts im Rahmenprogramm mit der Rhönrad-Akrobatik des Duos „Wheel Sensation“, dem Comedian Dirk Scheffel, der als hyperaktiver Zappelphilipp seinem chromblinkenden Xylophon mit gefühlt tausend Anschlägen pro Minute ordentlich Beine macht und, nicht zu vergessen, den Flying Sparkles, der Mannschaft des Jahres 2017 mit ihrer Mischung aus Sport, Akrobatik und Tanz. „Alles, was das Mädchenherz wünscht“, so die Trainerin der Sparkles, Lisa Reichert. Mit 39 Sportlerinnen und Sportlern standen bei der diesjährigen Ausgabe der Sportlerehrung deutlich weniger Aktive am Start als sonst. Nicht nur die Zahl der Nennungen von den Sportvereine sei rückläufig, so war zu hören. Hinzu kam, das auch einige der nominierten Sportler ihre Teilnahme absagen mussten. So hält sich der Triathlet und frischgebackene Sportler des Jahres 2019, Jonas Schomburg, derzeit zu Trainingszwecken in Grenoble auf, um sich auf die Olympischen Spiele 2020 vorzubereiten. Via Skype-Chat nutzten Marcel Neure, Moderator des Abends und Thorsten Schirmer, Regionalverlagsleiter der Madsack Mediengruppe und ECHO-Verlagsleiter, die Möglichkeit, mit Jonas Schomburg zu plaudern und ihm „seinen“ Pokal zumindest optisch zu präsentieren. Ähnliches gilt für die erste Herren Basketballmannschaft des SCL. Auch sie, die als Mannschaft des Jahres nominiert waren, mussten dem Training den Vorrang geben, wenn auch nicht in Südfrankreich. Ganz oben auf dem imaginären Treppchen bei der Sportlerehrung in der Sparte „Ehrenamt im Sport“ aber stand Margret Schiller, Geschäftsführerin bei der DJK Sparta, die den von der Stadt Langenhagen gestifteten Pokal vom Bürgermeister persönlich entgegen nehmen durfte. Für ihn als Laudator sei diese Auszeichnung als Anerkennung zu verstehen an eine jener „stillen Stars“ des Sports, wie die Spartenleiter, Trainer oder Vorstände in den Vereinen mitunter genannt werden und die wesentlich zur Aufrechterhaltung des Sportangebots beitrügen. Als sportlichste Schule mit den meisten Sportabzeichen kann sich einmal mehr die Grundschule Krähenwinkel ihren Namen in den Sockel des Pokals eingravieren lassen und ihn ansonsten in der Vitrine belassen. Nicht zuletzt dank einer engagierten Lehrerschaft und Joachim Ferles Motivationstricks, auch bekannt als Mr. Sportabzeichen, belegte die Schule erneut den ersten Platz. Der Pokal für die Sportlerin des Jahres, überreicht von der Sportringpräsidentin Michaela Henjes, ging an Melanie Rosenthal vom SSV Schulenburg, die bei der Deutschen Meisterschaft im Sportschießen gute Nerven bewies und den erdsten Platz in der Sparte Luftgewehr Freihand belegte. Bei der Wahl zur Mannschaft des Jahres wurde diesmal auf das Online-Voting verzichtet und die Auswahl stattdessen der Jury überlassen, die sich für die jungen Kunstturnerinnen der Altersklasse acht entschied mit Merle Winter, Emily Schymosch, Liya Singin und Viktoria Bote. Präsentiert wurde die Mannschaft mit ihrem Trainer Wilfried Osing vom Präsidenten der Bürgerstiftung, Claus Holtmann, der auch die Laudatio hielt und sich erfreut zeigte über die Protagonisten vieler, selten erwähnten Sportarten, die an diesem Abend ausgezeichnet wurden.