Kamera als Forschungsmittel

Ursula Schöndeling (von links)und Vera Friese mit den Schülerinnen vor dem Ausstellungsraum des Kunstvereins. (Foto: G. Gosewisch)

IGS-Schülerinnen zeigten Film im Kunstverein

Langenhagen (gg). Vier Schülerinnen der IGS Langenhagen haben im Rahmen eines kostenlosen Workshopangebots des Kunstvereins Langenhagen zur laufenden Ausstellung von Maya Schweizer einen knapp zehnminütigen Film erarbeitet. Mit den Mitschülern der zehnten Klasse (Wahlpflichtkurs Film) wurde in den Räumen des Kunstvereins Premiere gefeiert. Mit der Künstlerin und Vermittlerin Vera Frese (Kunstverein Langenhagen) planten, drehten und schnitten vier Schülerinnen im Alter von 16 bis 17 Jahren in den vergangenen fünf Wochen einen Film, der sich mit dem neuen City Center (CCL) auseinandersetzt. Rubarin Agirman (16 Jahre), Celine Oehlrich (16 Jahre), Khunaf Osman (17 Jahre) und Michelle Reimer (16 Jahre) haben unter der Leitung von Natalie Eckert während der regulären Schulstunden und bei weiteren Treffen unter Anleitung von Vera Frese Filmmaterial gesammelt und später digital geschnitten.
Ausgangspunkt für den Kurzfilm war die Auseinandersetzung mit der eigenen Lebensumwelt.
Die jungen Frauen wählten das CCL und erforschten mit der Kamera die Umgebung. Anders als bei gewöhnlichen Filmprojekten wurde in diesem Workshop kein vorgefertigtes Drehbüchern benutzt.
Vielmehr führten die Schülerinnen Filmtagebücher in denen sie Ihre Beobachtungen und Gedanken skizzierten. Es ging nicht darum vorgefertigte Meinungen und Botschaften zu bebildern, sondern die Kamera als Forschungsmittel einzusetzen. Ursula Schöndeling, Künstlerische Leiterin im Kunstverein, erklärt: „Künstler, die sich mit ihrer Umwelt auseinandersetzen wollen, stoßen bei ihrer Arbeit schnell auf Verbote. Das haben die Schülerinnen von der IGS hier auch erlebt. Beispielsweise wurde ihnen bewusst, dass sie im City Center von Überwachungskameras gefilmt werden, sie selber mussten jedoch ein Drehverbot des Managements einhalten.“