"Kein qualitativer Rückschritt"

Ulrike Jagau wünscht sich mehr Ganztagsschulen

Langenhagen (ok). Ulrike Jagau (Grüne) hält eine erlässliche ganztägige Betreuung der Schulkinder für absolut notwendig; Untersuchungen hätten ergeben, dass sich mehr als 70 Prozent der Eltern eine Ganztagsschule für ihre Kinder wümnschten. Viele Einrichtungen in Langenhagen hätten dem schon Rechnung getragen, so gebe es in der Kita der Elisabethgemeinde ab diesem Sommer nur noch Ganztagsgruppen. Ulrike Jagau: "Es darf keinen qualitativen Rückschritt für die Familien geben, wenn ihre Kinder nach dem Besuch des Kindergartens dann in eine Grunschule kommen." Auch die weiterführenden Schulen haben sich auf den Weg gemacht, um den Bedürfnissen der Eltern und Kinder entgegen zu kommen. So seien sowohl das Gymnasium als auch die beiden Gesamtschulen Ganztagsschulen; auch die Robert-Koch-Realschule beabsichtige, eine Nachmittagsbetreuung anzubieten. Bisher haben sich nach der Adolf-Reichwein-Schule nur die Brinker Schule und die Grundschule Engelbostel an das Projekt Ganztagsschule herangetraut, Jagau will weitere Schulen ermutigen. So sei beispielsweise mehr Platz in der Friedrich-Ebert-Schule, wenn das Gymnasium eine einheitliche Schule im Schulzentrum bekäme. Kinder aus der Hermann-Löns-Schule könnten dann möglicherweise in die Friedrich-Ebert-Schule gehen, wenn die Schulbezirksgrenzen verändert würden. Ulrike Jagau: "Es sollte eine Offenheit für ungewöhnliche Ideen und den Mut, zu neuen Ufern aufzubrechen, geben." Kaltenweides Ortsbürgermeister sieht diese Chance für die Schule im Norden Langenhagens noch nicht. Räume fehlten, die Pausenhalle müsse deshalb sogar geteilt werden. Er setzt seine Hoffnung auf die Fertigstellung des Kinderhauses im übernächsten Jahr.