"Kein stumpfes Schwert"

Kleinteilige Diskussion um Lärmaktionsplan

Langenhagen (ok). Es war seine Feuertaufe, und die hat er mit Bravour bestanden. Neu-Ratsmitglied Matthias Gleichmann ging in der jüngsten Sitzung des Gremiums zum Thema Lärmaktionsplan ans Pult, legte einen ziemlich unaufgeregten Auftritt hin. Fazit seines Vortrags: Die Kommune haben zwar keinen richtigen Einfluss, könne aber gerade bei Schienen- und Fluglärm die Richtung vorgeben. Für Lutz Döpke (CDU) gleitet der Lärmaktionsplan zu sehr von der Makroebene auf die Mikroebene ab; er könne sich beim besten Willen nicht vorstellen, auf der Walsroder Straße Tempo 30 zu fahren. Eine Bemerkung, die Dirk Musfeldt, Fraktionschef der Grünen in Harnisch versetzte und ihn dazu veranlasste, Döpke den nochmaligen Besuch einer Fahrschule zu empfehlen und auch mal über Alternativen für die lärmgeplagten Anwohnerinnen und Anwohner der Walsroder Straße nachzudenken. Musfeldt: "Der Lärmaktionsplan geht über das geforderte Maß hinaus und ist kein komplett stumpfes Schwert."