Keine Gelegenheiten für Diebe

Informationszettel zur Einbruchsprävention wurden in den letzten Wochen in Langenhagen verteilt, Kriminalhauptkommissar Frank Bührmann leitete das Projekt. (Foto: G. Gosewisch)

Präventionsprojekt der Polizei – Einbrüche in der Urlaubszeit

Langenhagen (gg). „Mit den Augen eines Täters“ waren in den letzten drei Wochen 50 Polizeibeamte der Bereitschafts- und Verfügungseinheit im Rahmen des Projekts „Einbruchschutz in der Urlaubszeit“ in Langenhagen unterwegs. Kriminalhauptkommissar Frank Bührmann, Dienstschichtleiter im Kommissariat Langenhagen und Koordinator für das Projekt des Gesamtverbunds Inspektion Burgdorf, zieht Bilanz: 90 Straßen wurden von den Beamten angefahren und 1.300 Grundstücke auf Signale für eine Urlaubsabwesenheit inspiziert. Es wurden 630 Beratungsgespräche mit Anwohnern geführt. Durchweg positiv war die Resonanz. Bührmann erklärt: „In diesem Projekt ging es gezielt um die freistehende Wohnbebauung, Ein- und Zweifamilienhäuser. Dort ist für Einbrecher am leichtesten zu erkennen, wenn die Bewohner nicht da sind. Wir haben aufgeklärt, was man dagegen tun kann.“ Geradezu einladend wirken heruntergelassene Rollläden oder überfüllt Briefkästen und vieles mehr, sowie auch facebook- oder Anrufbeantworter-Botschaften wie „Wir sind im Urlaub“. Die Maßnahme zielte auf eine Sensibilisierung in zweierlei Hinsicht. „Bewohner sollten wissen, welches die Urlaubs-Signale für Täter sind und sie sollten sich Hilfe aus der Nachbarschaft organisieren“, sagt Bührmann und nennt als positives Beispiel den vereitelten Einbruch vor einigen Tagen im Stadtteil Brink. Dort hatte sich eine Nachbarin vorbildlich verhalten. Sie bemerkte ungewöhnliche Personen, die sich zudem verdächtig verhielten und alarmierte sofort die Polizei. Tatsächlich hatten diese Personen versucht, in ein Nachbarhaus einzubrechen. Sie wurden aufgrund des Hinweises der Zeugin noch am selben Tag festgenommen. Ohne Unterstützung aus der Bevölkerung geht es nicht, die Polizei braucht Hinweise, so auch der Appell von Kriminalhauptkommissar Klaus Waschkewitz, Leiter des Kriminal- und Ermittlungsdienstes. Im akuten Fall sollte man die allgemein bekannte Notruf-Nummer 110 wählen. Er betont, dass mit der Präventionsmaßnahme keine Ängste geschürt werden sollen. Es gibt keine steigenden Einbruchszahlen und keine Brennpunkte – dennoch, er empfiehlt: „Jeder Bürger kann das kostenlose Angebot der Polizei-Direktion Hannover Dezernat 11 nutzen – technische Prävention.“