Keine "Politik von der Couch"

Rat der Stadt lehnt Live-Stream von Ratssitzungen im Internet ab

Langenhagen (ok). Für die einen ist "Politik im Wohnzimmer" ein Zeichen von Demokratie und Transparenz, für die erhöht es den Druck auf die Ehrenamtlichen und könne sogar "den Hass überfüttern". Und dann stand ja noch die Kostenfrage beim Antrag von  Felicitas Weck zur Übertragung der Ratssitzung per Live-Stream im Internet. Letzendlich gab es mit 17 zu 17 bie einer Enthaltung ein Patt. Im Klartext bedeutet das "Antrag abgelehnt". Jeder, der an einer Sitzung teilnehmen will, muss auch in Zukunft ins Rathaus gehen und geduldig warten, bis sein Tagesordnungspunkt an der Reihe ist. Für die Befürworter eine vertane Chance, vor allen Dingen junge Leute wieder ins Boot zu holen. Der Antrag von Felicitas Weck ist trotz gestiegener technischer Möglichkeiten zum zweiten Male abgelehnt worden. Wolfgang Kuschel (SPD) hatte die Öffentlichkeit als "elementares Gen der Demokratie" angesehen. Öffentlichkeit, die auch via Internet beteiligt werden könne. Wilhelm Behrens (Die Grünen/Unabhängige/) dagegen befürchtet, durch eine Übertragung im Netz anders dargestellt zu werden. Jens Mommsen dagegen wollte die einfache Bürger mit der "Politik auf der Couch" begeistern. Dazu wird es jetzt jedoch erst einmal nicht kommen; Filmaufnahmen bleiben bei Ratsitzungen weiterhin verboten.