Keine signifikanten Veränderungen

Legten die Verkehrsunfallstatistik vor: Nina Caspari, Leiterin des Einsatz- und Streifendienstes, und Kommissariatsleiter Alexander Zimbehl. (Foto: O. Krebs)

Gesamtzahl der Verkehrsunfälle bleibt mit 1.840 nahezu konstant

Langenhagen (ok). Handy am Steuer, das wird teuer: Und in der Tat, wer mit seinem Mobiltelefon am Lenkrad erwischt wird, muss tief in die Tasche greifen. Mindestens 100 Euro Bußgeld und ein Punkt. Und trotzdem hat die Zahl der so genannten Handyverstöße im Zuständigkeitsbereich des Polizeikommissariats Langenhagen im vergangenen Jahr zugenommen. Von 368 im Jahr 2017 auf 514 im Jahr 2018. Einen Rückgang von 371 auf 243 gab es bei den Verstößen in Sachen Gurtpflicht. Die Geschwindigkeitsverstöße sind mit 691 im Vergleich zu 706 im Jahr 2017 gleich geblieben. Auf diesen Feldern werde es auch in diesem Jahr wieder Schwerpunktkontrollen geben. Das haben Kommissariatsleiter Alexander Zimbehl und Nina Caspari, Leiterin des Einsatz- und Streifendienstes, jetzt bei Vorstellung der Verkehrsunfallstatistik bekannt gegeben. Die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle ist mit 1.840 im Vergleich zum Vorjahr (1.823) nahezu konstant geblieben. Und auch, was die Unfallschwerpunkte angeht, gibt es keine Veränderungen: Langenforther Platz, Reuterdamm, die Terminals und Parkhäuser am Flughafen. Darüber hinaus das CCL – allerdings leicht rückläufig. Gleichschritt auch bei der Art der Verkehrsunfälle: 196 leicht Verletzte, 29 schwer Verletzte. Die Definition liegt bei einem 24-stündigen stationären Aufenthalt. Einen Unfalltoten gab es wie im Vorjahr nicht. Bei den Verletzungen mit nur leichten Folgen gab es ebenfalls keine gravierenden Veränderungen. Bei den 18- bis 24-Jährigen gab es 31 Fälle, zwölf bei den 15- bis 17-Jährigen, 20 bei den Sechs- bis 14-Jährigen und fünf bei den bis Sechsjährigen. Im Jahr 2017 waren es 27, zehn 14 und eins in der Reihenfolge der zuvor genannten Gruppen. In der Altersgruppe der 15- bis 24-Jährigen sind die Zahlen der leicht und schwer Verletzten nahezu konstant geblieben. Es gab  mit fünf leicht Verletzten bei den bis Sechsjährigen, drei schwer Verletzten bei den bis 14-Jährigen und 20 leicht Verletzten einen leichten Anstieg. Einen kontinuierlichen Anstieg verzeichnete die Polizei bei den ab 65-Jährigen; eine Gruppe, die immer mehr am Straßenverkehr teilnimmt. Die Gruppe der Fahrradfahrer ist bei den Leichtverletzten mit 111 am meisten betroffen, die Lastwagenfahrer mit neun erstaunlich wenig, gemessen am Verkehrsaufkommen in Langenhagen. Bei den Schwerverletzten sind es 14 im Vergleich zu einem. Und auch bei den Verkehrunfallfluchten Konstanz: 574 gesamt, 234 davon aufgeklärt. Alexander Zimbehl macht deutlich: „Verkehrsunfallflucht ist kein Kavaliersdelikt.“ Eine gute Quote von 41 Prozent. Abgenommen hat die Zahl der Verkehrsdelikte von 10.312 in 2017 zu 8.079 in 2018. Ein möglicher Grund laut Zimbehl: weniger Kontrollen am Flughafen wegen Personalmangels. Zu guter Letzt noch zu den Fahrten unter Alkohol und Drogen: Auch hier gab es keine signifikanten Änderungen im Vergleich zum Vorjahr. Waren es 2017 noch 14 Alkoholfahrten mit Unfall, so stieg diese Zahl im vorigen Jahr auf 19. Die Entwicklung bei folgenlosen Alkoholfahrten: von 61 auf 70. Unter Drogen gab es sowohl 2017 als auch 2018 eine Fahrt mit Unfall; folgenlos blieben im Jahre 2017 24 Fahrten, im vergangenen Jahr 16 Fahrten.