„Keinerlei Berührungsängste“

Hoch hinaus ging’s beim Projekt der Werner-Dicke-Schule in Langenhagen.Foto: O. Krebs

„Sylvies Dance & Gymnastic Studio“: Projekt mit Körperbehinderten

Langenhagen (ok). Projekte, bei der Bewegung im Vordergrund steht, haben an der Werner-Dicke-Schule – eine Förderschule für körperliche und motorische Entwicklung – Tradition. „Durch eine positive Auseinandersetzung mit dem eigenen Körper kann das Selbstwertgefühl dauerhaft gestärkt werden“, sagt Lehrerin Gisela Kayser. So auch beim Cheerleading, das in Zusammenarbeit mit „Sylvie’s Dance & Gymnastic Studio“ über die Bühne gegangen ist. „Angesetzt wird bei den Stärken der Schülerinnen und Schüler; Defekte treten in den Hintergrund“, so Gisela Kayser. Sylvie Zander, gelernte Krankenschwester, arbeitet schon seit 30 Jahren mit körperlich Gehandicappten, hat keinerlei Berührungsängste im Umgang. „Man muss viel von sich geben und den Kindern vermitteln, das sie was können“, beschreibt Sylvie Zander. Alle seien unterschiedliche Typen und ganz starke Charaktere. Denen hat Sylvie jetzt den nötigen professionellen Feinschliff in Sachen Tanz verpasst, nachdem am Montag und Dienstag bereits die Grundlagen in der Schule gelegt worden sind; in den vergangenen Wochen haben Schülerinnen, Schüler und Lehrer bereits Kostüme genäht und gebastelt. Gisela Kayser schmunzelnd: „Wir sehen vieles ja mit sonderpädagogischen Augen; Sylvie sagt dann oft einfach ausprobieren.“ Die Kinder sollen aufgebaut werden – gerade auch psychisch. Die ganze Woche ist an der Choreographie gefeilt worden, am Freitag steht dann die Aufführung der „Crazy Dickies“ mit Pompons und Pyramiden an der Werner-Dicke-Schule mit Schülerinnen und Schülern aus der ganzen Region Hannover auf dem Programm; dann stellt Jeder sein Projekt vor, Mitschülerinnen und Mitschüler waren zum Beispiel beim Kanufahren und beim Segeln.
Und: Parallel laufen in „Sylvies Dance & Gymnastic Studio“ noch zwei Projektwochen der Gutzmannschule in Sachen Hip Hop und Showdance.