Kicken bringt den sozialen Kick

Enge Ballführung war beim Training angesagt.Foto: O. Krebs

Mädchen und Jungen lernen beim Fußball Kompetenzen fürs Leben

Langenhagen (ok). Ein begnadeter Kicker muss man gewiss nicht sein, um sich soziale Kompetenzen über das Fußballspielen anzueignen. "Ich hatte sogar schon welche bei mir im Kurs, die noch nie gegen einen Ball getreten haben", erzählt Ansgar Pietschmann, der das Projekt "Fußball als soziales Handlungsfeld" an der IGS Langenhagen zusammen mit Sportlehrerin Petra Goltermann leitet. Zum Projekt: Neuntklässler arbeiten Trainingsprogramme für Grundschülerinnen und Grundschüler an der Friedrich-Ebert-Schule aus; nehmen eine Gruppe für eine Trainingseinheit unter ihre Fittiche. Den Acht- bis Zwölfjährigen werden fußballerische Grundbegriffe wie Dribbling, Passen und Schießen beigebracht, aber auch die hohe Fußballschule wie Finten und Übersteiger. Nach 120 Unterrichtsstunden in Sachen Theorie und Praxis stehen bald die Abschlussprüfungen an; die Schülerinnen und Schüler können Zusatzqualifikationen wie eine so genannte C-Breitenfußballausbildung oder einen Teil der Schiedsrichterlizenz erwerben. Sportwissenschaftler und Berufspädagoge Ansgar Pietschmann, der sich 2007 selbstständig gemacht hat: "Ganz wichtig ist es, Teamarbeit zu lernen." Dazu trägt sicher auch das sechswöchige Praktikum in einem Verein bei, das die Schülerinnen und Schüler im Rahmen der Ausbildung absolvieren müssen. Die IGS kooperiert hier zum Beispiel ganz eng mit dem SC Langenhagen, aber auch Klubs wie der TSV Godshorn oder der TSV KK sind mit von der Partie.