Kinderland fest in Kinderhand

Die Bands auf der Showbühne – ein Garant für Mega-Stimmung.Foto: D. Lange

Stadtfest ging mit neuem Konzept an den Start

Langenhagen (dl). Der Rathausinnenhof war am Samstagnachmittag fest in Kinderhand. Das Kinderland dort einzurichten, war eine gute Idee und zugleich der Renner des Stadtfestes für die Familien. Während es auf dem Marktplatz noch vergleichsweise ruhig zuging und die Bands auf den Bühnen ihr Equipment für den Auftritt am Abend aufbauten, herrschte im Kinderland schon sehr viel mehr Andrang. Die schönen hölzernen Murmelbahnen und Flipper im Murmiland waren ständig umlagert mit spielenden Kindern, die Kleinen dagegen hatten deutlich hörbar ihren Spaß bei den Vorstellungen des Kasperle-Theaters und auf der benachbarten Bühne unterhielten Clown Peppi und der Zauberer Pit Pokus die Kinder und ihre Eltern. Gegen Abend hin wurde es im Kinderland dann langsam ruhiger, die Kinder mussten schließlich ins Bett, und der Marktplatz füllte sich zusehends, denn auf den Bühnen ging jetzt die Post ab. Besonders die Band 88 Miles, eine exzellente Showband aus Hameln, begeisterte das Publikum mit Pop, Soul und Funk vom Feinsten und es dauerte auch nicht lange, bis die Fans vor der Bühne anfingen zu tanzen. Am Partytower am Ende der Ostpassage ging der Betrieb freilich erst in der Dämmerung so richtig los, als die Lichter angingen. Die Getränkestände waren aber zuvor schon dicht umlagert. Feiern macht eben durstig und mit einem bunten Cocktail oder einer leckeren Bowle in der Hand lässt sich ein warmer Sommerabend eben erst so richtig genießen. Das kulinarische Angebot hingegen kann damit allerdings nicht ganz Schritt halten und ist mit Bratwurst, Pommes oder Fischbrötchen eher konservativ-deftig ausgerichtet. Hier wäre wohl noch Luft nach oben.
Das Konzept des diesjährigen Stadtfestes hat sich im Großen und Ganzen aber bewährt, auch wenn die Karussells wegen des CCL-Erweiterungsbaus fehlten.
Und wenn auch der Anblick von uniformierten Polizisten, die dann und wann in der Menge zu sehen waren, auf den ersten Blick etwas irritierend schien, so kann man doch sagen, dass die Polizeipräsenz ganz wesentlich zu einem friedlichen Verlauf des Festes beigetragen hat, abgesehen von einem renitenten 20-Jährigen.
Wenn der Veranstalter also sein im Grunde bewährtes Konzept beibehält und nur noch etwas Feinabstimmung betreibt, dann können sich nicht nur die Kinder auf eine Neuauflage des Stadtfests im kommenden Jahr freuen.
Denn: Die Bowle, die es auf Wunsch auch alkoholfrei gab, war wirklich lecker.