Klagen bleiben wohl aus

Engelbostel: Ortstermin in der neuen Krippe an der Wilhelm-Hirte-Straße.Foto: O. Krebs

338 Kinder bis drei Jahre bekommen Krippenplatz

Langenhagen (ok). Die Stadt Langenhagen muss nicht mit einer Klagewelle wegen des Rechtsanspruchs auf einen Krippenplatz rechnen, der seit Anfang des Monats besteht. Zwei Schreiben hat es nach Auskunft von Pressesprecherin Juliane Stahl gegeben, gemeinsam mit den betroffenen Eltern werde nach individuellen Lösungen gesucht. Was die Versorgung mit Krippenplätzen angehe, so sehe es gut aus: Zum 1. August waren es 308, zum 15. August kommen 15 dazu, zum 1. Oktober dann weitere 15. Kitaplätzwe gibt es in Langenhagen zurzeit 1.484, bis zum 1. Oktober sind es 1.527. 380 Mädchen und Jungen werden im Hort betreut: Der Bedarf kann sich nach Aussage Juliane Stahls aber durchaus noch ändern: Oft gebe es kurzfristige Änderungen im Krippenbereich, und auch die Ganztagsschulen starteten erst langsam. Gleichwohl gebe es für alle Betreuungsangebote noch Wartelisten. An den Start geht zum 15. August eine Krippe der evangelisch-lutherischen Martinskirchengemeinde an der Wilhelm-Hirte-Straße in Engelbostel im ehemaligen NP-Markt. Zunächst einmal werden in der Außenstelle der Kita fünf Mädchen und Jungen im Alter von ein bis drei Jahren betreut, bis zum 1. Januar kommenden Jahres sind es dann 15 Kinder. Und die Nachfrage sei nach wie vor groß, bestätigt Einrichtungsleiterin Frauke Kiel. Viele Eltern wollen nach ihrer Aussage die Kernzeiten von 8 bis 16 Uhr nutzen; der Frühdienst beginnt sogar schon um 7 Uhr; der Spätdienst endet um 16.30 Uhr. 220.000 Euro haben die Eigentümer in die Hand genommen, um das Gebäude umbauen zu lassen – in die Summe sind auch Landesmittel geflossen. Nach nur fünf Monaten Bauzeit ist das 195 Quadratmeter große Gebäude mit einer Außenfläche von 400 Quadratmetern nicht mehr wiederzuerkennen; die Spielgeräte sollen im Frühjahr aufgebaut werden. Pastor Rainer Müller-Jödicke freut sich nicht nur darüber, dass fast ausschließlich Handwerksbetriebe aus dem Ort bei diesem Dorfgemeinschaftsprojekt zum Zuge gekommen sind, sondern auch darüber, dass ein Privatinvestor Bereitschaft gezeigt hat. "Das ist meines Wissens nach das erste Mal im Kirchenkreis der Fall."