Klassenräume im feuchten Zustand

Schülervertreter fordern demonstrativ, dass die Sanierung der Klassenräume nicht aufgeschoben wird. (Foto: G. Gosewisch)

Schüler protestieren mit Briefen an den Bürgermeister

Langenhagen (gg). Mit einer Protest-Demonstration haben sich nun rund 150 Schüler des neunten IGS-Jahrgangs an Bürgermeister Mirko Heuer gewandt. In Briefen haben sie aufgeschrieben, warum die Sanierung ihrer Klassenräume nicht aufgeschoben werden darf und überreichten diese an ihn im Rathaus.
Es geht um die Umsetzung des Ratsbeschlusses zum dritten Bauabschnitt im Schulzentrum. Den Zeitplan dazu hatte Heuer vor zwei Wochen im Rahmen einer Schülerveranstaltung in der Aula erklärt, das ECHO berichtete. Reagiert hatte darauf bereits IGS-Schulleiter Wolfgang Kuschel und seine Kritik an den Plänen geäußert. Verärgert formulierte Isabel Wagemann-Steidel, IGS-Fachbereichsleiterin Fremdsprache, in Begleitung der Schüler vor dem Rathaus zusammenfassend: „Lehrer haben in den vergangenen Jahren viel Zeit und Arbeit investiert, um ein Raumkonzept vorzulegen. Das darf nicht über den Haufen geschmissen werden.“ Mirko Heuer erläuterte Schülervertretern bei der Briefübergabe, worum es seiner Meinung nach geht. Ein Votum des Rates zu einem Schulsanierung-Gesamtkonzept, frühestens im Mai 2015, werde vorgeben, wie es nach dann aufgestellter Prioritätenliste weitergeht. So effizient wie möglich müsse die Unterbringung der Klassen während der Bauphase sein, denn „für eine Containerlösung laufen Kosten im siebenstelligen Bereich auf“. Zu beachten seien Ausschreibungsfristen nach Vergaberichtlinie, die nicht zu beschleunigen sind. „Der erste Spatenstich im B-Trakt kann frühestens Mitte 2016 sein, früher geht es nicht und eine Fertigstellung ist ohnehin nicht vor dem Jahr 2018 denkbar. Das Gesamtkonzept behindert den dritten Bauabschnitt nicht im Zeitplan“, erklärte Heuer.
„Auch wenn das Gebäude den nächsten Winter durchhält, wir Schüler tun es in diesen Räumen nicht. Es ist feucht, es stinkt und die Deckenverkleidung fällt schon ab“, entgegnete Schulsprecherin Birte Dreßler und ließ sich nicht beirren. Beim Gang zurück zur Schule sind sich die Schülervertreter einig: Die Sanierung des B-Traktes hätte schon auf dem Weg sein können. Kerstin Bücken, Leiterin des Sekundarbereichs eins, bestätigt: „Unter dem Strich ist das eine Verschiebung um mindestens ein Jahr. Eigentlich sollte im Herbst 2015 bereits Abrissparty sein. Es war im Jahreskalender schon fest eingetragen, dass der Trakt im nächsten Winter im Bau sein wird.“