Klein und Jagau sind vier Jahrzehnte dabei

Stehen treu zur Partei (von links): Thomas Jagau, Renate Klein und Edgar Schmidt-Nordmeier, flankiert von Steffen Hunger (links) und Rainer Fredermann (rechts).Foto: J. Gundelach

Kritische Worte bei Mitgliederversamlung des CDU Krähenwinkel

Krähenwinkel (jg). Er war Gast bei der Mitgliederversammlung des CDU-Ortsverbandes Krähenwinkel und hatte eine besondere Aufgabe. Rainer Fredermann übernahm im Dorfgemeinschaftshaus in Krähenwinkel die Ehrungen. Dazu setzte er das jeweilige Eintrittsjahr in geschichtlichen Kontext und rekonstruierte auf diese Weise die Umstände, in denen sich die Geehrten zur CDU bekannt hatten. So wurden Renate Klein und Thomas Jagau für ihre inzwischen vier Jahrzehnte umfassende Mitgliedschaft sowie Edgar Schmidt-Nordmeier für die 25 Jahre andauernde Parteienzugehörigkeit geehrt. Eine Partei werde schließlich in guten wie in schlechten Zeiten von deren treuen und aktiven Mitgliedern gestützt, sodass dieses jahrzehntelange Engagement anerkannt und gewürdigt werden müsse.
Danach wurden den Anwesenden noch einmal die Ereignisse des vergangenen Jahres ins Gedächtnis gerufen, das mit der Landtags- und auch der Bundestagswahl und dem dazugehörigen Wahlkampf sehr spannend gewesen sei. Alle stimmten überein, dass die Präsenz ihres Ortsverbandes mit den zahlreichen Aktionen, zu denen unter anderem der Bauernmarkt „Kreyenwinckell“, das „Frühschoppen“ und die Podiumsdiskussion Ende August gehörten, entscheidend zu dem großen Vertrauen in Krähenwinkel beitrage.
Im weiteren Verlauf der Versammlung kam es zu der Wiederwahl fast aller Amtsinhaber, lediglich Ralf Seeßelberg wurde der neue stellvertretende Vorsitzende. So führen also alle Beisitzer, der Vorsitzende Steffen Hunger, der Schriftführer Olaf Grundstedt sowie die Schatzmeisterin Gabriele Spier, deren gewissenhafte und sehr sorgfältige Arbeit zusammen mit ihrem guten Haushalten der Einnahmen bei dieser Gelegenheit gelobt wurde, ihre Aufgaben weiter aus. Im Anschluss trug Edgar Schmidt-Nordmeier einen ausführlichen Bericht von der Arbeit des hiesigen Ortsrates mit der Erwähnung wesentlicher Beschlüsse vor, wobei er diese oftmals auch kritisch zu hinterfragen wagte. Dabei beklagte er vor allem die lediglich nach "Parteibuch ausgerichtete Sympathieverteilung und Abstimmung", welche nicht der eigentlichen Idee der Politik entspräche. Besonders auf kommunaler Ebene müsste doch das Wohl der Bevölkerung als gemeinsames Bestreben entscheidend sein. So führte er weiterhin als Beispiel, das ihn verärgere, die Entscheidung an, eine Bezuschussung bei 1000 Euro festzulegen, obwohl im Vorfeld von allen Seiten ein Vielfaches gefordert worden sei. Er sehe mit Bedauern vermehrte Hinwegsetzungen über Versprechen sowie die Arroganz Einzelner bei Entscheidungsfindungen.