Klettern und toben mit Abstand

Langenhagen öffnet städtische Spielplätze am Donnerstag

Langenhagen. Die Stadt Langenhagen öffnet ab Donnerstag ihre Spielplätze. Sie folgt damit der Verordnung der Landesregierung. Diese hatte am Montagabend einen mehrstufigen Plan für einen „Niedersächsischen Weg in einen neuen Alltag mit Corona“ vorgelegt. Er sieht vor, dass ab dem 6. Mai „Outdoor-Spielplätze“ mit Einschränkungen freigegeben werden können.
Entsprechend der Vorgaben der vergangenen Wochen waren alle 76 städtischen Spielplätze gesperrt. Im Laufe des Mittwochs haben Mitarbeiter des städtischen Betriebshofes nacheinander an allen Standorten das Absperrmaterial entfernen, ab Donnerstag sind sie dann geöffnet.
„Ich weiß, die meisten Kinder haben sehnsüchtig auf diesen Moment gewartet“, sagt Bürgermeister Mirko Heuer. Dennoch appelliert er an alle Eltern, sie mögen weiterhin verantwortlich handeln und so zum Erfolg der jetzt beschlossenen Änderung beitragen. „Bitte begleiten Sie Ihre Kinder. Achten Sie darauf, dass sie möglichst Abstand zueinander halten“, so Heuer weiter. Der Leiter des Ordnungsamts, Boris Ehrhardt, weist darauf hin, dass Kinder bis zum zwölften Lebensjahr nur in Begleitung einer volljährigen Person auf den Spielplatz dürfen.
„Wir werden die Spielplätze –  so gut es geht–  kontrollieren“, sagt Ehrhardt und betont, dass „eine durchgängige Überwachung aller 76 Spielplätze nicht möglich ist. „In Deutschland haben wir eine gesetzliche Aufsichtspflicht. Sie gilt in normalen Zeiten, erst recht jetzt in Corona-Zeiten und sie besagt: Die Aufsichtspflicht obliegt den Eltern beziehungsweise den Erziehungsberechtigten.“
Doch Achtung: Ist ein Spielgerät auch nach dem 7. Mai abgesperrt, gibt es hierfür einen guten Grund: In dem Fall kann dort nicht sicher gespielt werden, weil etwas kaputt ist, eine Reparatur notwendig ist oder eine Schraube nachgezogen werden muss. „Bitte gehen Sie deshalb auf keinen Fall bei und entfernen das Absperrband“, sagt der Bürgermeister. „Sie könnten damit nicht nur Ihren eigenen Kindern schaden, sondern auch denjenigen, die sonst noch dort klettern, toben und spielen wollen.“