Klimawandel!? – Was ist dran? – Was wissen wir wirklich?

Doris Bitroff begrüßt Sven Achtermann zum Vortrag.

Klimaforscher Sven Achtermann im neunten Jahrgang an der IGS Langenhagen

Langenhagen. Auftakt des Projekttages im neunten Jahrgang der IGS Langenhagen unter dem Motto „Wie begegnen wir dem Klimawandel“ war der Vortrag des engagierten Hildesheimer Umweltaktivisten und Klimaexperten Sven Achtermann. Er erklärte mit beeindruckenden Bildern in der Aula der IGS Langenhagen den Schülern und Kollegen den Klimawandel. Achtermann bereiste bereits mehr als 100 Länder und berichtete mit vielen Fakten und unerschrockener Ehrlichkeit aus eigener Erfahrung von seinen Erlebnissen in besonders vom Klimawandel betroffenen Gegenden dieser Erde. Besonders beeindruckt waren die Schüler*innen von seinen Reisen nach Spitzbergen. Es wurde schnell deutlich, so wie wir jetzt leben und unsere Erde behandeln, kann das in Zukunft nicht weitergehen! Das Klima erwärmt sich, der Meeresspiegel steigt, es gibt vermehrt „Jahrhundertregenereignisse“, Tornados und die polaren Eiskappen schmelzen.
Dennoch vermittelte Achtermann in seinem Vortrag auch die gute Nachricht, dass es noch nicht zu spät sei, um die Erde zu retten. Er riet den Zuhörenden auf fundiertes Wissen zu bauen und sich den Fakten zu stellen. Es wurden Fragen der Eigeninitiative und Eigenverantwortung ebenso angesprochen wie Fragen zu regenerativen Energien und zur Zukunft des Planeten Erde. Der Klimaforscher zeigte sich zuversichtlich, dass der Mensch dem Klimawandel mit entschlossenem gemeinsamen Handeln entgegensteuern und sich die Natur so erholen könne. Als Beispiel hierfür nannte er den Rückgang des Ozonlochs, der durch gemeinsame Anstrengungen und dem weltweiten Verbot von Fluorchlorkohlenwasserstoffen (FCKW) erreicht werden konnte. Dies mache ihm ebenso Hoffnung wie die aktuelle fridays-for-future-Protestbewegung der jungen Generation, die in der Politik Gehör finde.
Er verließ den Jahrgang mit dem Auftrag, besser heute als morgen mit einem bewussteren und klimaschonenderen Leben zu beginnen!
Die Jahrgangsleiterin Doris Bittroff erläuterte, dass der Vortrag als Auftakt für den Projekttag sehr nachdenklich gemacht habe. Die sechsten Klassen des Jahrgangs würden sich anschließend auf Spurensuche ihrer eigenen ökologischen Fußabdrücke begeben. Dabei entwickle sich sicher auch die eine oder andere Idee zu mehr Nachhaltigkeit und Klimagerechtigkeit.
Die Kosten für die Veranstaltung zum Klimawandel für die Schüler*innen wurden zu 90 Prozent durch proKlima - enercity Fonds gefördert. Die restlichen zehn Prozent übernahm die Klima- und Umweltleitstelle der Stadt Langenhagen, die bei dem Vortrag durch die Umweltschutzbeauftragte Marlies Finke vertreten war.