„Können stolz auf diese Arbeit sein“

Caren Marks (dritte von links) besuchte im Rahmen ihrer Sommertour die DLRG Wasserrettungsstation am Silbersee.
 
Caren Marks besichtigt die Räumlichkeiten der DLRG.

Caren Marks besuchte die DLRG Wasserrettungsstation am Silbersee

Langenhagen (lo). Unter dem Motto „Starke Kinder, starke Gesellschaft“ ist die SPD-Bundestagsabgeordnete Caren Marks auf Sommertour. Dabei besuchte sie auch die Wasserrettungsstation der DLRG Langenhagen am Silbersee. „Die DLRG macht eine unglaublich wichtige Arbeit“, betont Marks. Und weiter: „Ich möchte mir den Silbersee und auch die anderen Seen und Küsten nicht ohne vorstellen.“
Besonders begeistert ist die SPD-Bundestagsabgeordnete von der Jugendarbeit in Langenhagen. „Wenn ein Raum für die Jugend da ist, ist das ein guter Ankerpunkt“, so Marks. Und dieser ist am Silbersee gegeben. „Wir müssen etwas haben, was uns definiert. Dies haben wir jetzt mit dem neu ausgebauten Jugendraum geschaffen“, sagt die Jugendvorsitzende Finja Dörel. In viel Eigenarbeit haben die Jugendlichen den Raum gestaltet. Dafür haben unter anderem ein altes Rettungsboot zu einem Tisch umgewandelt und aus Holz vom See eine Lampe gemacht. „Wenn es selbst gestaltet ist, hat es auch noch einmal einen ganz anderen Bezug“, ist sich Marks sicher.
Doch auch die DLRG steht vor vielen Herausforderungen. „Viele Schwimmer überschätzen sich und schwimmen trotzdem zur Insel, obwohl sie dies nicht richtig können“, sagt Michale Sommer, Technischer Leiter Einsatz. Und er ergänzt: „Das war früher anders und führt heute zu mehr Einsätzen.“ Zudem kommt es oft vor, dass auch Väter mit ihren Kindern oft zur Insel schwimmen wollen, obwohl diese entweder nicht schwimmen können oder die Strecke zu weit ist. „Wir fahren dann immer mit dem Boot raus und weisen die Personen darauf hin“, sagt der zweite Vorsitzende Roland Freudenmann. Und Torsten Semmler, erster Vorsitzender der DLRG, ergänzt: „Oft sind die Personen aber nicht einseitig.“
Semmler sieht das Problem vor allem in den fehlenden Schwimmbädern und den dadurch weniger Zeiten für die Schwimmkurse. „Viele müssen mittlerweile sogar für den Schwimmunterricht in der Schule Geld bezahlen“, betont Dörrel. Auch die DLRG ist da keine Ausnahme. „Wir haben hier aber noch richtig Glück“, ist sich Semmler sicher. Neben den Schwimmkursen bietet die DLRG in Langenhagen aber noch viel mehr an. „Wir haben seit drei Jahren ein Angebot im Ferienpass, das sehr gut angenommen wird, und nehmen einmal im Jahr an den Verkehrstagen am Gymnasium teil“, zählt Dörrel nur einige der Aktivitäten aus. Zudem gibt es einen Wachdienst und eine Tauchgruppe sowie viele Ausbildungsmöglichkeiten.
„Was hier insgesamt an Arbeit geleistet wird ist sehr viel – sowohl für die DLRG-Gemeinschaft als auch für die Gesellschaft. Darauf können sie stolz sein“, betont Marks. Wichtig ist Semmler dabei zu betonen, dass alle beim DLRG ehrenamtlich tätig sind. „Oft werden wir gefragt, warum wir unter der Woche nicht da sind und nur am Wochenende“, sagt auch Dörrel. Und weiter: „Wir gehen alle unter der Woche noch arbeiten und sind ehrenamtlich am Wochenende im Einsatz.“ Daher ist es umso wichtiger, dass immer im Team gearbeitet wird. „Es steckt sehr viel dahinter. Daher ist es umso bedauerlicher, dass manche diese Arbeit nicht wertschätzen“, sagt Marks.