Kommentar

Dem Volke dienen

In der interfraktionellen Arbeitsgruppe im Thema Wahl des Seniorenbeirates herrsche Konsens, so die Aussage Elke Zachs. Das ist schon bemerkenswert, ist das Klima im Rat der Stadt doch im Regelfall eher angespannt und aufgeheizt. Allerdings wird hier nicht innerhalb des Gremiums, sondern mit einem Gegner von außerhalb gestritten. Dieser Kontrahent heißt Seniorenbeirat. Und die „Oldies“ haben durchaus ihren Stolz, wollen sich von den Ratsmitgliedern nicht so einfach berufen oder per Delegiertenwahl – so die neueste Idee – wählen lassen. Und sie wollen auch keine Ratsmitglieder ohne Stimmrecht in ihren Reihen haben. Recht haben sie: Vertreten sie doch ein Drittel der Langenhagener Bervölkerung und sprechen die Sprache derjenigen in der Flugjhafenstadt, die älter als 60 Jahre sind. Da ist es nur recht und billig, dass diese Bevölkerungsgruppe die Kandidaten direkt wählen darf. Der Seniorenbeirat ist das Bindeglied zu den Politikern, die auch in ihrem Sinne entscheiden soll, transportiert ihre Sorgen, Nöte und Intentionen. Sie gehören zu den Bürgern Langenhagens, die in einer Demokratie der Souverän ist. Die Ratspolitiker haben die Aufgabe der Bevökerung zu dienen und Entscheidungen im Sinne des Volkes zu treffen. In den vergangenen Wochen und Monate ist mehr als einmal der Eindruck entstanden, manchen Politikern gehe es mehr um Selbstdarstellung und um das Pflegen der eigenen Eitelkeiten als darum, die Stimme des Volkes zu sprechen. Die Ratspolikerinnen und -politiker sollten sich endlich darauf besinnen, nach vorn zu schauen und in Sachen Seniorenbeirat nicht noch mehr Porzellan zu zerschlagen. Sonst verpassen sie diesem Gremium mit viel politischer Erfahrung und Altersweisheit in den Reihen womöglich den Todesstoß,
Oliver Krebs